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Baby mit einer Mittelohrentzündung wird von einer Ärztin untersucht

Ratgeber Mittelohrentzündung:
Ohrenschmerzen beim Baby

Mittelohrentzündung bei Kleinkindern im Überblick

In den ersten drei Lebensjahren haben Babys und Kleinkinder im Durchschnitt drei- bis viermal so häufig Atemwegsinfekte wie Erwachsene. Oft entwickelt sich dabei auch eine Mittelohrentzündung (Otitis media), die sich bei Kindern unter anderem durch Ohrenschmerzen äußert. Lesen Sie hier, wie es zu einer Mittelohrentzündung bei Ihrem Baby kommt, welche Symptome und Anzeichen es gibt und was Sie dagegen unternehmen können.

Mittelohrentzündung kennt leider fast jedes Kleinkind

Besonders häufig tritt die Erkrankung bei den Jüngsten im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren auf.

Bis zum vierten Lebensjahr haben über zwei Drittel aller Kinder mindestens eine Mittelohrentzündung durchgemacht. Etwa die Hälfte von ihnen hat im selben Zeitraum drei oder mehr Ohrenentzündungen erlitten.1


1 Vergison A. u.a.: »Otitis media and its consequences: beyond the earache. « In: Lancet Infect Dis (2010); Nr.10. S. 195–203.

Wie entsteht eine Mittelohrentzündung bei Kleinkindern?

Eine akute Mittelohrentzündung bei Babys und Kleinkindern entwickelt sich rasch, bevorzugt über Nacht. Sie tritt oft als Folge eines viralen Infekts (Erkältung) der oberen Luftwege auf, der von vielen verschiedenen Virenarten verursacht werden kann. Entzündungen im Rachen oder in der Nase treten bei Kleinkindern vermehrt auf, weil sich ihr Immunsystem in der Aufbauphase befindet und noch nicht vollständig ausgereift ist.

Die Verbindung des Nasen-Rachen-Raumes zur Paukenhöhle (Hohlraum im Mittelohr) – die Eustachische Röhre (Ohrtrompete)– ist bei Kleinkindern noch sehr kurz. Dadurch ist eine aufsteigende Infektion aus dem Nasen-Rachenraum in das Mittelohr begünstigt. Das ist auch der Grund, warum es bei Kindern häufiger zu einer Mittelohrentzündung kommt als bei Erwachsenen.

Erkältung und Co.: Ursachen für Mittelohrentzündungen bei Kleinkindern

Kinder sind schmerzempfindlicher als Erwachsene und leiden deshalb auch mehr unter einer Ohrenentzündung. Folgende Faktoren begünstigen eine Mittelohrentzündung:

  • Erkältung: Oft stellt sie den Vorläufer einer Mittelohrentzündung dar. Anatomisch gesehen liegen die oberen Luftwege bei Kindern näher am Ohr als bei Erwachsenen, weshalb eine Erkältung oft auch die Ohren betrifft.
  • Infektionskrankheiten: Ohrenschmerzen können zudem Krankheiten wie Scharlach, Masern oder Mumps begleiten. Diese Kinderkrankheiten treten inzwischen immer seltener auf, da die meisten Kinder dagegen geimpft sind.
  • Unausgereiftes Immunsystem: Durch die noch unvollständige Entwicklung liegt eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen vor.
  • Naseputzen: Lassen Sie Ihr Kind ruhig die Nase „hochziehen“, vermeiden Sie ein zu festes Schnäuzen oder verwenden Sie (besonders bei Babys) einen Nasensauger.
  • Schnuller: Vermutlich führt das „Nuckeln“ zu veränderten Druckverhältnissen zwischen Mittelohr und Nasenrachenraum – ein weiterer Grund, weshalb sich Kinder häufiger Atemwegsinfekte einfangen.

An sich ist eine Mittelohrentzündung zwar nicht ansteckend, da sie aber nicht selten durch Erkältungsviren ausgelöst wird, verbreiten sich die Erreger schnell weiter. Besonders Babys und Kinder in Krippen oder Kindergärten sind durch das Spielen in größeren Gruppen einem höheren Risiko ausgesetzt.

Vorsicht: Ohrenentzündungen durch Fremdkörper im Ohr des Babys oder Kindes!

Es passiert manchmal schneller als man schauen kann:

Das Kind steckt sich beim Spielen ein kleines Spielzeug in die Lauscher, zeigt danach auf die Ohren und weint.

Verletzungen, insbesondere am Trommelfell, oder Fremdkörper im Ohr können starke Schmerzen verursachen. Darüber hinaus begünstigen die Fremdkörper Entzündungen im äußeren Gehörgang (Otitis externa) sowie im Mittelohr.

Mittelohrentzündung bei Babys und Kindern: Anzeichen und Symptome

Eine Ohrenentzündung bei Babys und Kindern kann sich durch vielerlei Symptome bemerkbar machen, zum Beispiel:

  • Schmerzen beziehungsweise Weinen bei Berührung des Ohres
  • erhöhte Temperatur oder Fieber
  • Husten
  • Abgeschlagenheit
  • eine laufende oder verstopfte Nase
  • geschwollene Lymphknoten
  • eventuell Erbrechen

Dadurch werden Kinder oft unruhig und schlafen schlechter.

Hat Ihr Baby Ohrenschmerzen?

Mittelohrentzündung beim Baby erkennen und handeln:

Nachdem Säuglinge nicht in der Lage sind, sich sprachlich auszudrücken, müssen Eltern besonders auf folgende Anzeichen achten:

Leidet ein Baby an einer Mittelohrentzündung und hat Ohrenschmerzen, jammert oder weint es oft, ist unruhig und wirft sich hin und her. Es greift sich ständig ans Ohr („Ohrzwang”) oder reibt daran.

Im Baby- und Kleinkindalter sind neben typischen Anzeichen einer Erkältung Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall, Appetitlosigkeit oder Erbrechen bei einer Mittelohrentzündung (Otitis media) nicht selten.

Was können Sie bei einer Mittelohrentzündung Ihres Kindes unternehmen?

Sobald Ihnen Krankheitssymptome bei Ihrem Baby auffallen oder Ihr Kind Ihnen sagt, was ihm fehlt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die Wartezeit bis zum Arztbesuch lässt sich aber sinnvoll nutzen, zum Beispiel mit

  • wärmenden Auflagen auf dem Ohr,
  • viel trinken,
  • genügend Schlaf beziehungsweise Ruhe und
  • die Gabe von homöopathischen Arzneimitteln (Kinder ab 1 Jahr) auf pflanzlicher Basis wie Otovowen®, die entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken können.

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Alle diese Erste-Hilfe-Maßnahmen haben das Ziel, die Ohrtrompete zu öffnen und die Schleimhäute abzuschwellen. Dadurch wird das Mittelohr besser belüftet, der Druckausgleich kann wieder stattfinden und der Heilungsprozess unterstützt werden. Verbessert sich die Otitis media nicht nach zwei Tagen, sind eventuell weitere Schritte nötig, die der Arzt entscheidet. Dazu gehört unter anderem die Einnahme von Antibiotika.

Erfahren Sie mehr zur Behandlung einer Mittelohrentzündung

Nach Abklingen einer ausgeprägten Mittelohrentzündung sollte in regelmäßigen Abständen eine Untersuchung der Ohren und eine Hörkontrolle beim Baby oder Kind durchgeführt werden. Dadurch können eventuelle Folgeschäden vermieden und rechtzeitig erkannt sowie wiederkehrende Erkrankungen (Rezidive) diagnostiziert werden.