Ohrenschmerzen: Ursachen, Diagnostik und Behandlung

Mit den Sinnen die Welt zu spüren, ist ein tolles Gefühl: Sei es das Lieblingseis auf der Zunge, ein frischer Blumenduft in der Nase, oder das schallende Lachen der Kinder im Ohr. Ist eine dieser Wahrnehmungen gestört, reißt uns das sofort aus dem Alltag und die Welt erstrahlt nicht mehr so bunt und schön wie zuvor.  

Eines der am Häufigsten beeinträchtigten Sinnesorgane ist dabei das Ohr. Fast alle Kinder leiden mal an Ohrenschmerzen –  oft handelt es sich dabei um eine Mittelohrentzündung (Otitis media). Hinter den Ohrenschmerzen können sich aber auch andere Ursachen wie eine Trommelfellverletzung oder ein Verschluss des Gehörgangs verstecken.  

Lesen Sie hier über die Ursachen, Diagnostik und Behandlung von Ohrenschmerzen, wie sie am besten bei Kindern erkannt werden und was Sie selbst tun können. Für Ihr Wohlbefinden und das Ihres Kindes.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Häufigster Grund für Ohrenschmerzen bei Kindern ist eine Mittelohrentzündung.

  • Oftmals gehen Ohrenschmerzen auch mit anderen Symptomen wie Hörproblemen, Schwindel oder Fieber einher.

  • Starke Ohrenschmerzen sollten immer von einem Arzt abgeklärt werden.

Was sind Ohrenschmerzen

Um Ohrenschmerzen zu behandeln, muss man erst mal wissen, was diese eigentlich sind. Allgemein gesprochen, handelt es sich um Ohrenschmerzen, sobald Beschwerden vom Außen-, Mittel- oder Innenohr ausgehen. Man unterscheidet generell zwischen primären Ohrenschmerzen, welchen eine Erkrankung des Ohres zugrunde liegt, und sekundären Ohrenschmerzen bei denen über sensorische Fasern verschiedener Nerven Schmerzen in die Ohrregion weitergeleitet werden.  

Das Gemeine an Ohrenschmerzen ist, dass sie anhaltend oder plötzlich auftreten können. Auch die Intensität ist unterschiedlich. Manchmal fühlen sich Ohrenschmerzen stechend, klopfend oder dumpf an. Manchmal können sie sogar beim Kauen oder Schlucken stärker werden. Meist sind Ohrenschmerzen aber eine Reaktion auf eine Entzündung oder entstehen bei einer zu starken Dehnung des Trommelfells, z.B. weil kein Druckausgleich möglich ist. 

Bei starken Ohrenschmerzen schnell zum Arzt

Starke Ohrenschmerzen: Was tun?

Falls Sie oder Ihr Kind an starken Ohrenschmerzen leiden, sollten Sie möglichst unmittelbar medizinischen Rat einholen. Denn hinter den Beschwerden können sich viele verschiedene Ursachen verbergen. 

Auch bei Verdacht auf eine Mittelohrentzündung (Otitis media) sollten Eltern mit ihrem Kind immer zum Arzt gehen. Die Wartezeit bis zum Arztbesuch lässt sich in diesem Fall sinnvoll nutzen: Beispielsweise können Arzneimittel auf pflanzlicher Basis wie Otovowen die Schmerzen lindern und den Heilungsprozess sinnvoll unterstützen. Als Hausmittel hat sich bei Ohrenschmerzen das Zwiebelsäckchen bewährt. Darüber hinaus ist es wichtig, viel zu trinken. 

Die 5 häufigsten Begleitsymptome

Ohrenschmerzen sind ein leidiges Thema. Und wo ein Leid ist, ist das nächste meist nicht weit. Oftmals gibt es nämlich noch eine Reihe von Begleitsymptomen, die mit den Ohrenschmerzen einhergehen. Hier die häufigsten 5:  

  1. Druckgefühl oder Juckreiz im Ohr 

  2. Ohrgeräusche 

  3. Hörprobleme  

  4. Schwindel  

  5. Fieber  

Ursachen für Ohrenschmerzen

Manchmal geht es schneller, als man denkt. Denn unsere Ohren sind sensible Organe, in denen sich viele Nervenenden und filigrane Knochenstrukturen befinden. Daher können schon kleine Beeinträchtigungen Ohrenschmerzen auslösen. Die Ursachen für Ohrenschmerzen sind diesbezüglich vielfältig und nicht immer sofort zuordenbar. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Auslöser Ohrenschmerzen verursachen und was Sie gegen die Schmerzen im Ohr tun können:  

Ursachen für Ohrenschmerzen sind vielfältig

Häufigster Grund für Ohrenschmerzen bei Kindern: Mittelohrentzündung

Ohrenschmerzen bei Kindern

Einige Infektionskrankheiten bei Kindern sind prädestiniert, um zu Ohrenschmerzen zu führen. Zu diesen Infektionskrankheiten zählen u.a. Grippe, Scharlach, Mumps oder Masern. Der häufigste Auslöser für Ohrenschmerzen bei Kindern ist eine Mittelohrentzündung.  

Kinder sind deshalb anfälliger für eine Mittelohrentzündung, da die Verbindung zwischen Mittelohr und Nasen-Rachen-Raum (Eustachische Röhre) noch wesentlich kürzer ist und flacher liegt als bei Erwachsenen. Daher können Krankheitserreger wie Viren oder seltener Bakterien wesentlich leichter in die Ohren gelangen und Ohrenschmerzen verursachen. 

Gut zu wissen: Bis zu 93 % der akuten Mittelohrentzündungen und der damit verbundenen Ohrenschmerzen werden zunächst durch Viren ausgelöst. Bei einer virusbedingten Infektion ist der Einsatz von Antibiotika nicht sinnvoll. Das heißt aber nicht, dass eine akute Otitis media nicht auch durch einen bakteriellen Infekt ausgelöst werden kann. 

Ohrenschmerzen nach dem Baden

Immer gut für eine Erfrischung: der Sprung ins kühle Wasser. Allerdings kommt es vor allem in den warmen Sommermonaten nach einer ausgiebigen Badesession schnell zur sogenannten "Bade-Otitis". Jenseits der Fachsprache bedeutet das eine Rötung oder Schwellung des äußeren Gehörgangs, also dem Abschnitt vor dem Trommelfell. 

Daneben gibt es jedoch noch weitere Anzeichen, die eine Gehörgangsentzündung andeuten können. Die vier häufigsten hier in der Übersicht: 

  1. Juckreiz im Ohr 

  2. Berührungsempfindlichkeit 

  3. das Ohr fühlt sich zu an 

  4. Schmerzen im Ohr 

Mögliche "Bade-Otitis" nach ausgiebigem Schwimmen

Gelangt immer wieder Wasser in die Ohren, weicht die Haut im Gehörgang auf. Das führt dazu, dass die schützende Fettschicht, das Ohrenschmalz, fortgewaschen wird. Dadurch können Viren, Pilze oder Bakterien leichter in den Gehörgang eindringen und eine Entzündung des äußeren Gehörgangs verursachen. Chlor- bzw. Meerwasser können zusätzlich den Gehörgang reizen. Daher ist eine Bade-Otitis" oder "Schwimmbad-Otitis" typische Ursache für Ohrenschmerzen in der Badesaison.  

Ohrenschmerzen beim Flug sind keine Seltenheit

Ohrenschmerzen nach einer Reise

Ein Urlaub verspricht Entspannung und Erholung. Manchmal macht einem allerdings die Reise einen Strich durch die Rechnung. 

Beispielsweise wenn durch einen zu starken Windzug in der Bahn oder dem Auto plötzlich Ohrenschmerzen einsetzen. Die Entzündung beschränkt sich hier in der Regel auf den äußeren Gehörgang. Manche Flugreisende leiden außerdem unter Ohrenweh, das einsetzt, wenn die Maschine landet. Der vorübergehende Unterdruck im Ohr ist dann die Ursache für diese Schmerzen. 

Ernste Probleme beim Fliegen aber auch beim Tauchen können meistens aber erst dann entstehen, wenn die betroffene Person erkältet ist oder bereits eine Otitis hat. Heftige Ohrenschmerzen mit Schwindel und Ohrgeräuschen sind dann ein Indiz für ein Barotrauma. Der Hintergrund hierzu ist folgender:  

Der Druck im Mittelohr muss mit dem Druck außerhalb des Ohres ausgeglichen werden, damit das Trommelfell normal vibrieren kann und die Umgebungsgeräusche deutlich zu hören sind. Unter normalen Bedingungen wird die Luft im Mittelohr langsam durch die Schleimhaut absorbiert und kontinuierlich ersetzt. Normalerweise passiert das, wenn wir schlucken oder gähnen, da sich die Eustachische Röhre – auch bekannt als Ohrtrompete – dabei kurz öffnet und Luft in das Mittelohr ein- und austreten kann. Bei einer Erkältung hingegen entsteht ein Druckunterschied zwischen dem Mittelohr und der Außenseite. Ein solcher Unterschied belastet das Trommelfell enorm und kann zu Beschwerden, Hörminderung oder -verlust sowie Verletzungen führen – genannt Barotrauma. 

Weitere Ursachen für Ohrenschmerzen

Damit sind allerdings noch nicht alle Möglichkeiten abgedeckt. Viele weitere entzündete Bereiche in der Nähe des Ohres können Ursache starker Ohrenschmerzen sein: 

  • das Kiefergelenk  

  • Zahnprobleme  

  • der Warzenfortsatz  

  • die Ohrspeicheldrüse  

  • die Gesichtsnerven  

  • ein Tumor im Nasen-Rachen-Raum  

  • äußere Verletzungen des Ohres oder des Gehörgangs   

  • der Verschluss des Gehörgangs durch Ohrenschmalzpfropf   

  • Fremdkörper im Ohr  

Wenn sich an diesen Orten Entzündungen bilden, kann das zu starken Ohrenschmerzen führen. Daher ist es sinnvoll, bei Ohrenschmerzen einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen herauszufinden.  

Diagnostik bei Ohrenschmerzen

Wenn Sie mit Ihren oder den Ohrenbeschwerden Ihres Kindes beim Arzt sind, gibt es ein paar Dinge, die Sie beachten können: 

Zuerst wird sich der zuständige Arzt mit Ihnen unterhalten, um herauszufinden, wie die Ohrenschmerzen entstanden sind. Es wird eine sogenannte Krankengeschichte erhoben, in der Fachsprache Anamnese genannt. In diesem Zusammenhang erkundigt sich der Arzt meist nach den folgenden 7 Dingen

  1. Art der Ohrenschmerzen (stechend, stumpf, pulsierend) 

  2. Welche Beschwerden liegen vor (Hörminderung, Ohrgeräusche, Schwindel, Ausfluss aus dem Ohr) 

  3. Beginn, Verlauf, Stärke und Dauer der Symptome (Schmerzqualität, Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl) 

  4. Andere bekannte Infekte (vorangegangen oder akut) sowie bekannte Begleit- und Grunderkrankungen 

  5. Bereits erfolgte Behandlungen (unterstützende Medikamente oder Hausmittel) 

  6. Bei Erwachsenen: Frage nach einer Erklärung für ihre Beschwerden 

  7. Bei (Klein-)Kindern: Fieber, Husten, Schnupfen, Appetitlosigkeit, Unruhe oder Reizbarkeit 

Falls Sie oder Ihr Kind vor Beginn der Ohrenschmerzen im Schwimmbad gewesen sind oder eine Reise unternommen haben, teilen Sie dies dem Arzt ebenfalls mit. Nur mit Hilfe aller Informationen kann der Arzt eine sichere Diagnose stellen, die entsprechende Untersuchung einleiten und eine Behandlung starten. 

Beste Adresse zur Behandlung von Ohrenschmerzen: eine Ärztin oder Arzt

Behandlung bei Ohrenschmerzen

Man kennt das: Nach einem entspannten Spaziergang bei kühlem Wetter, dem erfrischenden Gang ins Schwimmbad oder der Heimkehr von einer Zugreise tritt schnell mal ein unangenehmes Gefühl im Ohr auf. In den meisten Fällen klingen diese Beschwerden recht schnell wieder von selbst ab und es besteht kein Grund zur Sorge. Manchmal können auch Hausmittel wie Zwiebelsäckchen die Beschwerden lindern. 

Es gibt aber auch noch weitere Möglichkeiten, wie Sie Ohrenschmerzen entgegenwirken können. Beispielsweise kann Homöopathie eine Alternative sein, um den Heilungsprozess bei Ohrenschmerzen zu unterstützen. Darüber hinaus hat sich vor allem Otovowen als Arzneimittel auf pflanzlicher Basis für die Behandlung von Ohrenschmerzen bei einer Mittelohrentzündung bewährt.  

Sollten die Ohrenschmerzen allerdings länger anhalten, an Intensität zunehmen oder von anderen Symptomen wie Hörproblemen, Schwindel oder Fieber begleitet werden, ist Vorsicht geboten. Gehen Sie schnellstmöglich zu einem Arzt, damit dieser die Ursachen abklären und die weitere Behandlung einleiten verschreiben kann.  

FAQ

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