Mittelohrentzündung: Was hilft bei Babys und Kindern?

Eine Mittelohrentzündung ist leider eine äußerst unfair verteilte Krankheit. Das liegt vor allem daran, dass Babys und Kleinkinder durchschnittlich drei- bis viermal so häufig Atemwegsinfekte wie Erwachsene haben. Dadurch kommt es schnell zu einer Mittelohrentzündung (Otitis media) bei den Kleinen, die sich oftmals durch Ohrenschmerzen äußert. Wie es zu einer Mittelohrentzündung bei Ihrem Baby oder Kleinkind kommt, auf welche Symptome Sie achten müssen und was Sie gegen eine Otitis media unternehmen können, erfahren Sie hier!  

Das Wichtigste in Kürze:

  • Da Babys und Kleinkinder anatomisch bedingt eine kurze Verbindung zwischen Nase und dem Mittelohr haben, die dazu noch flacher verläuft, wie bei beim Erwachsenden, neigen Babys und Kleinkinder häufig zu Mittelohrentzündungen.

  • Atemwegsinfekte, die in diesem Alter drei bis viermal so häufig vorkommen wie bei Erwachsenen, können von der Nase leichter zum Ohr aufsteigen und eine Mittelohrentzündung auslösen.

  • Symptome bei Kindern sind unter anderem Ohrenschmerzen

Hinter Ohrenschmerzen steckt häufig eine Mittelohrentzündung

Leider sind Babys, Kinder und Kleinkinder in vielen Fällen von einer Mittelohrentzündung betroffen. Das liegt daran, dass sich die Kleinen noch in der Entwicklung befinden und das Immunsystem nicht vollständig ausgebildet ist. Daher sind vor allem Babys, Kinder und Kleinkinder im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren besonders anfällig für eine Otitis media

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass bis zum vierten Lebensjahr über zwei Drittel aller Kinder eine Mittelohrentzündung durchgemacht haben. Wegen der erhöhten Anfälligkeit erleidet etwa die Hälfte der Kinder im selben Zeitraum sogar drei oder mehr Ohrenentzündungen.1 Das ist jedoch nicht ungewöhnlich und noch lange kein Grund zur Sorge. Wiederkehrende und chronische Krankheitsverläufe sollten allerdings immer mit einem Arzt abgeklärt werden.

Wie entsteht eine Mittelohrentzündung bei Kleinkindern?

Aber wann und wie genau kommt es denn jetzt zu einer Otitis media bei Babys und Kleinkindern? Die Antwort ist: meist schnell und über Nacht

Oftmals ist eine Mittelohrentzündung die Folge eines viralen Infekts (Erkältung) der oberen Luftwege, der von vielen verschiedenen Virenarten verursacht werden kann. Entzündungen im Rachen oder in der Nase treten bei Kleinkindern vermehrt auf, weil sich ihr Immunsystem in der Aufbauphase befindet und noch nicht vollständig ausgereift ist. Die Verbindung des Nasen-Rachen-Raumes zur Paukenhöhle (Hohlraum im Mittelohr) ist bei Kleinkindern noch sehr kurz. Dadurch ist eine aufsteigende Infektion aus dem Nasen-Rachen-Raum in das Mittelohr oft die Folge. Das ist auch der Grund, warum es bei Kindern häufiger zu einer Mittelohrentzündung kommt als bei Erwachsenen. 

Für einen anschaulichen Überblick empfehlen wir Ihnen noch unser Video dazu: 

Von Erkältungen und anderen Krankheiten: Ursachen für Mittelohrentzündungen bei Kleinkindern

Kinder sind schmerzempfindlicher als Erwachsene. Dadurch leiden sie auch umso mehr an einer Mittelohrentzündung. Hier erfahren Sie, welche 5 Faktoren eine Otitis media begünstigen können: 

  1. Erkältung: Oft stellt sie den Vorläufer einer Mittelohrentzündung dar. Anatomisch gesehen liegen die oberen Luftwege bei Kindern näher am Ohr als bei Erwachsenen, weshalb eine Erkältung oft auch die Ohren betrifft. 

  1. Unausgereiftes Immunsystem: Durch die noch unvollständige Entwicklung liegt eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen vor. 

  1. Naseputzen: Lassen Sie Ihr Kind ruhig die Nase „hochziehen“, vermeiden Sie ein zu festes Schnäuzen oder verwenden Sie (besonders bei Babys) einen Nasensauger. 

  1. Schnuller: Vermutlich führt das „Nuckeln“ zu veränderten Druckverhältnissen zwischen Mittelohr und Nasen-Rachen-Raum – ein weiterer Grund, weshalb sich Kinder häufiger Atemwegsinfekte einfangen. 

  2. Infektionskrankheiten: Ohrenschmerzen können zudem Krankheiten wie Scharlach, Masern oder Mumps begleiten. Diese Kinderkrankheiten treten inzwischen immer seltener auf, da die meisten Kinder dagegen geimpft sind. 

Gut zu wissen: An und für sich ist eine Mittelohrentzündung nicht ansteckend.  

Aber: Otitis media wird meist durch Erkältungsviren ausgelöst. Diese Erreger verbreiten sich schnell weiter. Besonders Babys und Kinder in Krippen oder Kindergärten sind durch das Spielen in größeren Gruppen einem höheren Risiko ausgesetzt. 

Mittelohrentzündung bei Babys und Kindern: Anzeichen und Symptome

Die Schwierigkeit bei einer Mittelohrentzündung ist, sie möglichst schnell bei Babys und Kindern zu erkennen. Begleitet werden kann eine Otitis media nämlich durch vielerlei Symptome. Hier einige Beispiele: 

Bei dieser Menge an potenziellen Symptomen überrascht es nicht, wenn Ihr Kind unruhig oder schlecht schläft. Achten Sie auf die obigen Anzeichen, um möglichst schnell einschätzen zu können, was Ihr Kind hat. 

Hat mein Kleinkind eine Mittelohrentzündung?

Mittelohrentzündung schnell zu erkennen

Wie Sie eine Mittelohrentzündung bei Ihrem Baby erkennen und handeln: 

Oftmals machen sich Säuglinge über Schreigeräusche bemerkbar. Etwas anderes bleibt ihnen schließlich nicht übrig, sprachlich ausdrücken können sie sich einfach noch nicht. Um zu überprüfen, ob Ihr Baby an einer Mittelohrentzündung erkrankt ist, müssen Sie besonders auf folgende Anzeichen achten: 

  • Leidet ein Baby an einer Mittelohrentzündung und hat Ohrenschmerzen, jammert oder weint es oft, ist unruhig und wirft sich hin und her. Es greift sich ständig ans Ohr („Ohrzwang”) oder reibt daran

  • Im Baby- und Kleinkindalter sind neben typischen Anzeichen einer Erkältung Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall, Appetitlosigkeit oder Erbrechen bei einer Mittelohrentzündung (Otitis media) nicht selten. 

Was können Sie bei einer Mittelohrentzündung Ihres Kindes unternehmen?

Als oberste Regel gilt: Sobald Ihnen Krankheitssymptome bei Ihrem Baby auffallen oder Ihr Kind Ihnen sagt, was ihm fehlt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die Wartezeit bis zum Arztbesuch lässt sich aber ebenso sinnvoll nutzen. Zum Beispiel mit: 

Eine weitere Option bieten naturheilkundliche Arzneimittel. Ein solches Medikament auf pflanzlicher Basis ist Otovowen, das entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt, den Heilungsprozess fördert und bereits ab dem Säuglingsalter nach Rücksprache mit dem Arzt eingesetzt werden kann. 

Alle diese Erste-Hilfe-Maßnahmen haben das Ziel, die Ohrtrompete zu öffnen, die Schleimhäute abzuschwellen und so die Schmerzen zu lindern. Dadurch wird das Mittelohr besser belüftet und der Druckausgleich kann wieder stattfinden, wodurch der Heilungsprozess beginnt. Verbessert sich die Otitis media jedoch nicht nach zwei Tagen, sind eventuell weitere Schritte nötig, die der Arzt entscheidet. Dazu kann unter anderem auch die Einnahme von Antibiotika gehören.  

Erfahren Sie mehr zur Behandlung einer Mittelohrentzündung 

Nach dem Abklingen einer ausgeprägten Mittelohrentzündung sollte in regelmäßigen Abständen eine Untersuchung der Ohren und eine Hörkontrolle beim Baby oder Kind durchgeführt werden.  

FAQ

Was tun bei einer Mittelohrentzündung bei meinem Kind?
Wie erkenne ich eine Mittelohrentzündung bei meinem Baby?  
Wie entsteht eine Mittelohrentzündung beim Baby?
Wie lange dauert eine Mittelohrentzündung bei einem Baby?

Otovowen® – Erste Hilfe bei Mittelohrentzündung und Ohrenschmerzen

Mehr erfahren
1
Vergison A. u.a.: »Otitis media and its consequences: beyond the earache. « In: Lancet Infect Dis (2010); Nr.10. S. 195–203.

Frau Kolbeck

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