Erste Wahl und 3 Hausmittel bei Mittelohrentzündung und Ohrenschmerzen
Fast jeder kennt das Gefühl von Ohrenschmerzen. Dieser unangenehme, pochende oder sausende Schmerz, der einen aus dem Alltag reißt. Oftmals ist der Grund dafür eine Mittelohrentzündung (Otitis media).
Bis zum Alter von drei Jahren haben ganze 70 - 80 Prozent der Kinder mindestens eine Mittelohrentzündung durchgemacht.¹
Um den Heilungsprozess zu unterstützen, sind naturheilkundliche Arzneimittel die erste Wahl und Ergänzung oder Alternative zu rein schmerzlindernden Medikamenten.
Insbesondere, wenn Sie als Eltern eine sanfte und natürliche Behandlungsmethode für Ihr Kind suchen. Hausmittel können zusätzlich zur Linderung der Symptome beitragen.
Doch was gibt es für Hausmittel bei einer Mittelohrentzündung?
Welche davon sind empfehlenswert und welche nicht?
Das Wichtigste in Kürze:
Ohrenschmerzen werden oftmals von einer Mittelohrentzündung ausgelöst.
Neben naturheilkundlichen Arzneimitteln und herkömmlichen Medikamenten können auch Hausmittel die Symptome lindern und den Heilungsprozess unterstützen.
Wie erkenne ich eine Mittelohrentzündung?
Eine akute Mittelohrentzündung (Otitis media acuta) zeigt sich typischerweise durch plötzlich einsetzende, stechende oder pulsierende Ohrenschmerzen. Begleitend treten häufig auf: Fieber (oft über 38,5°C), ein Druckgefühl im Ohr, vorübergehende Hörminderung und bei Kleinkindern vermehrtes Weinen, Unruhe oder häufiges Greifen ans Ohr.
Wichtige Unterscheidung: Bei einer Mittelohrentzündung (Otitis media) liegt die Entzündung hinter dem Trommelfell, im Mittelohr. Im Gegensatz dazu betrifft die Gehörgangsentzündung (Otitis externa) nur den äußeren Gehörgang und schmerzt besonders beim Ziehen am Ohrläppchen.²
Vorab ein wichtiger Hinweis: Bei Kindern unter 2 Jahren, starken Schmerzen, Fieber über 39°C, eitrigem Ausfluss aus dem Ohr oder wenn die Beschwerden länger als 2 Tage andauern, sollten Sie immer ärztliche Hilfe suchen.
Was Sie bei Mittelohrentzündung & Ohrenschmerzen tun können
Bei einem milden Krankheitsverlauf der Otitis media sind Antibiotika oft nicht notwendig und Sie können Ihr Kind oder sich selbst mit Otovowen® gut unterstützen.
In einer Vergleichsstudie mit Otovowen® konnte gezeigt werden, dass die Dauer der akuten unkomplizierten Mittelohrentzündung durch den Einsatz von Antibiotika nicht wesentlich verkürzt wird².
Um den Heilungsprozess des Körpers zu unterstützen, gibt es hingegen viele Möglichkeiten.
Als Ergänzung zur Behandlung mit Medikamenten auf pflanzlicher Basis, wie Otovowen®, haben viele Eltern positive Erfahrungen mit Hausmitteln gemacht.
Woran Sie eine Mittelohrentzündung erkennen, erfahren Sie noch einmal in unserem Video:
Gängige Hausmittel gegen Mittelohrentzündung
Bei einer akuten unkomplizierten Mittelohrentzündung sind Hausmittel eine vielgenutzte Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern und den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen.
Für die Wirksamkeit von Hausmittel fehlt meist der wissenschaftliche Beweis, allerdings spricht nach Rücksprache mit Arzt, Ärztin oder Apotheke auch nichts dagegen, ein Hausmittel einfach unterstützend auszuprobieren.
Hier die Übersicht der Top 3 Hausmittel bei einer Mittelohrentzündung:
Ein Klassiker: Das Zwiebel-Säckchen
1. Das Zwiebel-Säckchen
Wirkprinzip: Die Zwiebel enthält schwefelhaltige Verbindungen wie Allicin, die in Laborstudien antibakterielle Eigenschaften zeigen. Die feuchte Wärme soll zusätzlich durchblutungsfördernd wirken.³
Evidenzgrad: Erfahrungswissen ohne klinische Studien.
Anwendung:
Eine Zwiebel fein hacken.
In ein dünnes Stoffsäckchen geben.
Mehrmals zusammendrücken, damit der Zwiebelsaft austritt.
Über einem Wasserbad auf handwarme Temperatur (ca. 40C) erwärmen.
Auf das schmerzende Ohr legen und mit Mütze, Stirnband oder Tuch fixieren. 6. 20-30 Minuten einwirken lassen.
2-3x täglich wiederholen.
Wichtiger Hinweis: Das Zwiebelsäckchen wird auf das Ohr gelegt – niemals Flüssigkeiten oder Öle direkt ins Ohr träufeln! Bei einem geschädigten Trommelfell können Keime ins Mittelohr gelangen.
Alternativen: Wenn der scharfe Zwiebelgeruch nicht toleriert wird, können auch gekochte und zerstampfte Kartoffeln oder Kamillenblüten verwendet werden, die einen ähnlichen Wärmeeffekt haben.
2. Wadenwickel gegen das Fieber
Wirkprinzip: Verdunstungskälte entzieht dem Körper über die Waden Wärme und kann die Körpertemperatur um 0,5-1°C senken.
Evidenzgrad: Traditionelles Hausmittel mit begrenzter wissenschaftlicher Evidenz. Studien zeigen moderate Wirksamkeit, jedoch weniger effektiv als fiebersenkende Medikamente.⁴
Anwendung:
Zwei Baumwolltücher in lauwarmes Wasser tauchen und auswringen
Um jede Wade wickeln, darüber je ein trockenes Tuch
Nach 10-15 Minuten entfernen
Bei Bedarf nach 30 Minuten Pause wiederholen
Wichtig!
NUR anwenden bei fallendem Fieber mit warmen Händen/Füßen, Schwitzen und Hautrötung
NICHT bei: kalten Extremitäten, Schüttelfrost oder steigendem Fieber
Bei Säuglingen unter 6 Monaten nur nach ärztlicher Rücksprache
Bewährt gegen Fieber: Wadenwickel
Inhalieren kann schleimlösend wirken
3. Inhalieren mit Wasserdampf
Wirkprinzip: Wasserdampf befeuchtet die Schleimhäute in Nase und Rachen, wirkt schleimlösend und kann abschwellend auf die Eustachische Röhre wirken – dadurch besserer Druckausgleich zum Mittelohr.
Evidenzgrad: Erfahrungswissen ohne ausreichende klinische Studien. Die Wirkung bei Mittelohrentzündung ist nicht belegt, jedoch kann die Befeuchtung der oberen Atemwege bei begleitendem Schnupfen hilfreich sein.⁵
Anwendung:
Heißes (nicht kochendes!) Wasser in eine Schüssel geben.
Mit Handtuch über dem Kopf 5-10 Minuten inhalieren.
2-3x täglich wiederholen.
Sicherheitshinweise:
Verbrühungsgefahr! Besonders bei Kindern auf sichere Distanz zum heißen Wasser achten.
Kinder unter 3 Jahren: Keine ätherischen Öle verwenden (Gefahr von Atemnot/Krämpfen).
Alternative: Elektrischer Inhalator oder feuchte Raumluft durch Luftbefeuchter
Neben den bewährten Hausmitteln hört man auch immer wieder von weiteren Methoden, die bei einer Mittelohrentzündung helfen sollen. Einige davon sind gefährlich und sollten auf keinen Fall angewendet werden, bei anderen Ansätzen ist die Wirksamkeit umstritten.
Hier zwei Beispiele:
1. Olivenöl
Das im Internet kursierende Hausmittel, warmes Olivenöl ins Ohr zu träufeln, ist bei Mittelohrentzündung gefährlich und medizinisch nicht zu empfehlen.⁶
Warum ist es gefährlich?
Risiko bei geschädigtem Trommelfell: Flüssigkeit kann ins Mittelohr gelangen und die Entzündung verschlimmern.
Infektionsgefahr: Keime können mit dem Öl in den Gehörgang transportiert werden.
Keine Evidenz: Keinerlei wissenschaftliche Belege für eine positive Wirkung bei Mittelohrentzündung.
Diagnostik unmöglich: Öl im Gehörgang behindert eine ärztliche Untersuchung des Trommelfells.
Eindeutige Regel: Bei einer Mittelohrentzündung niemals Flüssigkeiten (Öl, Wasser, Tropfen) ohne ärztliche Anweisung ins Ohr geben!
Vorsicht mit der Verwendung von Ölen
Infrarotlicht, nur mit Okay vom Arzt
2. Rotlicht
Infrarotstrahlen dringen einige Millimeter in die Haut ein und sollen die Durchblutung fördern sowie den Stoffwechsel anregen. Zur Wirksamkeit bei Mittelohrentzündung gibt es keine wissenschaftlichen Studien. Die Wirksamkeit ist umstritten. Die physikalische Realität zeigt jedoch, dass das Mittelohr hinter dem Trommelfell und Knochen liegt und Infrarotstrahlen nicht bis dorthin gelangen können. Wenn überhaupt wirkt das Rotlicht also oberflächlich entspannend.
FAQ
Ja, kann man. Normalerweise sollten Zwiebel- bzw. auch Kamillensäckchen zwei- bis dreimal täglich zur Anwendung kommen.
Zwar gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirkkraft von Zwiebelsäckchen, jedoch berichten viele Betroffene von einem positiven Effekt. Ein möglicher Grund hierfür ist die antibakterielle Wirkung des in der Zwiebel enthaltenen Wirkstoffs Allicin. Die Wärme trägt vermutlich ebenfalls zur Linderung bei.
Ein Patentrezept für eine schnelle Genesung bei einer Mittelohrentzündung gibt es leider nicht. Um den Heilungsprozess zu unterstützen, sollten Sie oder Ihre Kinder jedoch viel trinken, sich ausruhen oder schlafen und die Nase regelmäßig frei machen. Darüber hinaus können naturheilkundliche Medikamente auf pflanzlicher Basis, wie Otovowen®, die Beschwerden lindern und die Genesung ebenfalls vorantreiben.
Wichtig: Beachten Sie, dass keinerlei Öl in das schmerzende Ohr kommen darf, da hierdurch Keime in den Gehörgang gelangen können. Falls allerdings nach einem Gang ins Badewasser die schützende Fettschicht des Gehörgangs durch das enthaltene Chlor geschädigt wurde, kann folgender Tipp helfen: Cremen Sie die Ohren mit etwas Baby-Öl ein, um so den Schutzfilm wieder zu aktivieren.
Erfahrungen
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Otovowen® – Erste Wahl bei Mittelohrentzündung und Ohrenschmerzen
Mehr erfahrenAllgemeiner Medizinischer Hinweis
Dieser Artikel basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und wurde fachlich geprüft. Er dient ausschließlich der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Ohrenschmerzen oder Verdacht auf Mittelohrentzündung – insbesondere bei Kindern – ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich. Besprechen Sie jede Behandlungsmaßnahme vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.