Weber-Weber biologische Arzneimittel

Ratgeber Mittelohrentzündung:
Ohrenschmerzen beim Erwachsenen

Mittelohrentzündung beim Erwachsenen

Auch wenn unter einer Mittelohrentzündung (Otitis media) besonders häufig Kinder leiden, kann es ebenso Erwachsene treffen. Meist liegen Erkältungen, Atemwegsinfekte oder Mandelentzündungen zugrunde. Insbesondere eine heftige und langanhaltende Erkältung, die die Belüftung der Ohrtrompete (Eustachsche Röhre) beeinträchtigt, kann eine akute Mittelohrentzündung bei Erwachsenen begünstigen. Flüssigkeit und Schleim fließen über die Ohrtrompete nicht mehr ab - ein ideales Sammelbecken für Viren und Bakterien. Eltern und Großeltern stecken sich übrigens oft bei ihrem Nachwuchs bzw. ihren Enkeln an, die krankmachende Keime aus der Krippe oder dem Kindergarten mit nach Hause tragen.

Schmerzen und Druckgefühl

Typisch für eine Mittelohrentzündung ist der heftige, stechende, pulsierende oder klopfende Schmerz. Hinzu kommen ein unangenehmes Druckgefühl, Ohrgeräusche oder Schwindel. Ohrenschmerzen sollten vom Arzt abgeklärt werden, da nur er das Trommelfell mit seinen Geräten richtig einsehen kann. Eine ärztliche Praxis sollte insbesondere zeitnah aufgesucht werden,

  • bei beidseitigen Ohrenschmerzen
  • bei schlechtem Allgemeinbefinden
  • bei Ausfluss aus dem Ohr
  • wenn sich die Beschwerden verschlimmern
  • wenn zu den Ohrenschmerzen Fieber hinzukommt
  • wenn nach 48 Stunden keine deutliche Besserung eintritt

Therapie von Mittelohrentzündung bei Erwachsenen

Wurden früher routinemäßig Antibiotika bei Otitis media verordnet, prüfen Ärzte heute sehr sorgfältig, ob die Verordnung wirklich notwendig ist. Auch in den offiziellen Behandlungsleitlinien wird zu einer zurückhaltenden Verschreibung von Antibiotika geraten. Zu diesem veränderten Verhalten haben unter anderem Studienergebnisse, die gute Selbstheilungstendenz bei Otitis media, sowie die zunehmende Entwicklung von Resistenzen durch häufige Antibiotikaverordnungen geführt. Bei Betroffenen ohne besondere Risikofaktoren (wie z.B. Fieber, Autoimmunerkrankung oder beidseitige Mittelohrentzündung) hat sich bei einer unkomplizierten Otitis media die "wait and see"-Therapie bewährt, das Prinzip des vorsichtigen Abwartens, eingebettet in eine engmaschige Kontrolle beim Arzt. Einfache Schmerzmittel wie Ibuprofen sowie Nasentropfen werden begleitend eingesetzt.

Mittelohrentzündung natürlich wirksam behandeln.

Ebenfalls bewährt hat sich der sofortige Einsatz von Arzneimitteln auf pflanzlicher Basis mit Heilpflanzen wie Roter Sonnenhut, Schwarzer Holunder, Kanadische Blutwurzel und Echte Kamille.

Die Heilpflanzenauszüge wirken entzündungshemmend, schmerzlindernd und stärken die Selbstheilungskräfte.

Gut zu wissen: weitere Ursachen für Ohrenschmerzen bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen kommen auch andere Ursachen für Ohrenschmerzen in Frage, speziell eine Gehörgangsentzündung (Otitis externa) oder Probleme im Zahn-Kieferbereich. Hintergrund: Die Nervenfasern aus dem Ohr verlaufen gemeinsam mit denen der Gesichtsregionen zu den Schmerzzentren im Gehirn. Dort kann nicht immer genau unterschieden werden, wo anatomisch der genaue Entstehungsort der Schmerzen liegt. Deshalb kann es vorkommen, dass Erkrankungen außerhalb des Ohres, wie etwa im Bereich der Zähne, Nasennebenhöhlen oder Kiefergelenke, irrtümlich im Ohr lokalisiert werden („ausstrahlen”).

Keine Behandlung des Ohrs mit lokalen Ohrentropfen

Da nur ein Arzt einsehen kann, ob das Trommelfell intakt ist, sollten bei einer Mittelohrentzündung in der Selbstmedikation keine lokalen Ohrentropfen mit Procain angewendet werden.

Bei beschädigtem Trommelfell dürfen sie grundsätzlich nicht gegeben werden, weil sie das Innenohr schädigen könnten. Bei einer Mittelohrentzündung mit intaktem Trommelfell erreichen die Tropfen das Mittelohr gar nicht und sind daher nutzlos.