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Kind mit Mittelohrentzündung liegt krank im Bett mit Teddy

Ratgeber Mittelohrentzündung:
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Mittelohrentzündung (Otitis media): Alles Wissenswerte

Treffen kann eine Ohrenentzündung jeden. Allerdings sind im Allgemeinen Kleinkinder anfälliger als Erwachsene. Bei ihnen ist die Eustachische Röhre (Ohrtrompete) noch sehr kurz und verläuft horizontaler. Dies erlaubt es Bakterien, leichter aus dem Nasen-Rachenraum durch die Ohrtrompete in das Mittelohr zu gelangen. Aus diesem Grund haben sehr viele Kinder in den ersten Lebensjahren eine Mittelohrentzündung. Wie erkennen Eltern die Erkrankung und welche Behandlungsoptionen gibt es?

Definition

Ursachen

Symptome

Erste Hilfe

Hausmittel

Antibiotika

Komplikationen

Vorbeugen


Was genau ist eine Mittelohrentzündung?

Bei einer Mittelohrentzündung, von Ärzten auch als Otitis media bezeichnet, sind die Schleimhäute des Mittelohrs entzündet. Diese Art der Ohrenentzündung geht in der Regel mit starken Schmerzen einher. Dabei werden verschiedene Formen der Otitis unterschieden und mit Hilfe von bestimmten Kriterien eingeteilt. Ausschlaggebend sind

  • die Art der Infektion (eitrig, nicht-eitrig),
  • der Verlauf (akut, chronisch),
  • die Ursache der Erkrankung (Erkältung, Masern etc.) sowie
  • der betroffene Bereich des Ohres (Außenohr und Mittelohr).

Bei einer Otitis externa ist das Außenohr betroffen – genauer gesagt der äußere Gehörgang und die Ohrmuschel. Der Begriff Otitis media (Mittelohrentzündung) bezieht sich auf das Mittelohr.

 

Die Mittelohrentzündung – ein Dauerbrenner bei Kindern

Eine akute Mittelohrentzündung (Otitis media acuta) gehört zu den häufigsten Krankheiten im Kindesalter. Sie trifft vor allem die Jüngsten im Alter von 6 Monaten bis 6 Jahren. Bis zum 3. Lebensjahr sind 75 % bis 95 % der Kinder mindestens einmal daran erkrankt, 30 % der Kinder haben im selben Zeitraum sogar 3 Mittelohrentzündungen erlitten.


Ursachen und Risikofaktoren einer Otitis

Eine Mittelohrentzündung in Verbindung mit Ohrenschmerzen tritt häufig bei akuten Infekten der oberen Atemwege auf, wie beispielsweise bei einem Schnupfen oder einer Nasennebenhöhlenentzündung. Da die Eustachische Röhre (Ohrtrompete) eine Verbindung vom Nasen-Rachen-Raum zum Ohr herstellt, können die Krankheitserreger hier leicht aufsteigen. Weil die Ohrtrompete bei kleineren Kindern im Vergleich zu Erwachsenen noch recht kurz ist, passiert das bei ihnen relativ häufig.

Wenn die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum im Zuge der Erkältung anschwellen, dann bleibt auch das Mittelohr nicht verschont. Die Belüftung durch die Ohrtrompete ins Mittelohr ist dann unzureichend, Flüssigkeit kann nicht richtig abfließen und Krankheitskeime haben es einfacher, sich zu vermehren und können Ohrentzündungen hervorrufen.

Als weitere Risikofaktoren gelten

  • Rauchen (auch passiv),
  • vergrößerte Rachenmandeln und
  • zu häufiger Einsatz des Schnullers.

Auch Heuschnupfen wird unter den Experten als begünstigend diskutiert, jedoch gibt es hierzu unterschiedliche Meinungen.


Symptome einer Mittelohrentzündung

Bei einer akuten Mittelohrentzündung treten die Symptome oft plötzlich auf, typischerweise am Abend oder in der Nacht. Sie sind ebenso zahlreich wie die Ursachen der Entzündung. Bei einer chronischen Mittelohrentzündung entwickeln sich die Symptome dagegen oft langsam und machen sich anfangs kaum bemerkbar. Erst mit zunehmendem Fortschreiten der Erkrankung treten sie in Erscheinung und sind dann von der akuten Form kaum zu unterscheiden.

Mögliche Beschwerden sind:

  • Ohrenschmerzen
  • Hörstörungen
  • Druckgefühl im Ohr
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schwindel
  • Fieber
  • gegebenenfalls Ausfluss aus dem Ohr

Säuglinge und Kleinkindersind noch nicht in der Lage zu sagen, wo es genau wehtut. Deshalb sollten Eltern ihr Kind genau beobachten. Häufiger an das erkrankte Ohr zu fassen (sogenannter Ohrzwang) oder den Kopf unruhig hin und her zu drehen, sind typische Beschwerden. Oft ist der kleine Patient auch weinerlich, verweigert Flüssigkeit sowie Nahrung und kann Fieber, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit oder Durchfall bekommen.


Erste Hilfe bei Mittelohrentzündung

 Als Erste Hilfe, bevor man einen Arzt aufsucht, ist eine natürliche Behandlung der Mittelohrentzündung sinnvoll, die entzündungshemmend wirkt und die körpereigenen Abwehrkräfte stärkt (zum Beispiel mit Otovowen®).

Erfahrungsgemäß kommt es seltener zu Rückfällen, denn was der Organismus aus eigener Kraft bewältigt, kehrt nicht so schnell zurück.

Wann auf jeden Fall zum Arzt?

  • bei kleinen Kindern unter 2 Jahren
  • beidseitige Ohrenschmerzen, Ausfluss aus dem Ohr
  • bei Auftreten von Fieber
  • nach 48 Stunden tritt keine deutliche Besserung ein

Da eine unkomplizierte Ohrenentzündung oft nach kurzer Zeit von alleine abheilt, ist es in der überwiegenden Zahl der Fälle möglich, zunächst ein paar Tage unter Kontrolle des Arztes abzuwarten und Erste-Hilfe Tipps anzuwenden. Gehen die Symptome nicht weg oder verschlimmern sie sich, wird der Arzt meist Antibiotika verschreiben.


Hausmittel bei Mittelohrentzündung

Bei einer Mittelohrentzündung (Otitis media) sind Ruhe, viel Schlaf und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme besonders wichtig, um die Genesung zu fördern. Darüber hinaus schwören einige Patienten auf altbewährte Hausmittel wie Zwiebelsäckchen und warme Umschläge. Das Zwiebelsäckchen ist eines der bekanntesten Hausmittel bei Ohrenschmerzen. Da die enthaltenen ätherischen Öle der Zwiebel entzündungshemmend, stoffwechselanregend und schleimlösend wirken, können sie die Beschwerden der Mittelohrentzündung lindern.

Heilpflanzen bei Mittelohrentzündung

Eine Reihe von Heilpflanzen ist bekannt, die ebenfalls entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften besitzen. Dazu zählen Schwarzer Holunder, Kanadische Blutwurzel, Roter Sonnenhut und Echte Kamille. Diese Heilpflanzen sind alle in dem homöopathischen Arzneimittel Otovowen® vereint und können die natürlichen Selbstheilungskräfte stärken.


Antibiotika bei Mittelohrentzündung?

Wenn ein Kind krank ist, leiden die Eltern mit. Sechs bis acht Infektionen beim Kind pro Jahr gelten als normal. Kinder brauchen dann vor allem Zuwendung und Liebe, um schnell zu gesunden. Außerdem helfen viel Ruhe und Hausmittel dabei, die Erkrankung ohne Komplikationen zu überstehen. Eine der häufigsten Krankheiten im Säuglings- und Kleinkindalter ist die akute Mittelohrentzündung (akute Otitis media).

Gleichzeitig ist die Mittelohrentzündung der dritthäufigste Grund für den Einsatz von Antibiotika in diesem Alter, obwohl bis zu 93 % der akuten Otitiden durch Viren verursacht werden. Bei der Entscheidung, ob zunächst eine abwartende, beobachtende Therapie („watch and wait“) oder eine sofortige antibiotische Therapie sinnvoll ist, spielen das Alter des Kindes und die Ausprägung der Symptome eine wesentliche Rolle.

Bei folgenden Kindergruppen halten Ärzte eine antibiotische Therapie für erforderlich:

  • Kinder jünger als 6 Monate
  • Kinder unter 3 Jahren mit beidseitiger akuter Mittelohrentzündung
  • Kinder mit spezifischen Risikofaktoren wie Down-Syndrom oder einem angeborenen oder erworbenen Immundefekt (Immundefizienz)

Der Begriff „Antibiotikum“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „gegen das Leben”, das heißt, Antibiotika sind gegen einzellige lebensfähige Organismen gerichtet, wie es die Bakterien sind. Grundsätzlich wirken Antibiotika nur gegen Bakterien, gegen Viren können sie nichts ausrichten. Aus diesem Grund ist es nicht bei jeder Infektion sinnvoll, ein Antibiotikum zu nehmen.


Mögliche Komplikationen einer Ohrenentzündung

Schwere Komplikationen sind aufgrund modernster Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei einer akuten Mittelohrentzündung (akute Otitis media) sehr selten geworden. Zu diesen Komplikationen zählen:

  • Paukenerguss (Flüssigkeitsansammlung hinter dem Trommelfell)
  • Mastoiditis (Entzündung des Warzenfortsatzes); sehr selten

Einen Trommelfellschnitt (Parazentese) kann der Arzt manchmal für notwendig erachten, wenn sich das Trommelfell stark vorwölbt. Durch die Öffnung kann die dahinter angestaute Entzündungsflüssigkeit oder der Eiter abfließen und so für eine Entlastung sorgen.

Ist das Sekret zähflüssig oder fließt es nicht richtig ab, kann der Arzt in den Schnitt ein sogenanntes Paukenröhrchen einlegen. Es handelt sich dabei um ein winziges Plastikröhrchen, das die Belüftung des Mittelohrs sicherstellen soll. Nach einigen Monaten löst sich das Paukenröhrchen von selbst und die Öffnung im Trommelfell schließt sich wieder.


Der Mittelohrentzündung vorbeugen: Schutzschicht im Ohr erhalten

Von der täglichen Reinigung des Ohres mit Wattestäbchen raten HNO-Ärzte ab, weil damit die Schutzschicht im Gehörgang zerstört werden kann. Besser ist es, die Ohren mit einem Handtuch abzutupfen oder mit einem Föhn sanft zu trocknen (nicht zu heiß und nicht zu nah am Ohr).

Falls doch Schmerzen auftreten: Bis die Ohrenentzündung vollständig ausgeheilt ist, darf kein Wasser ans Ohr.

Weitere Ohrenentzündungen als Auslöser für Ohrenschmerzen

Neben einer akuten Mittelohrentzündung (Otitis media acuta) können Entzündungen des äußeren Gehörgangs (Otitis externa) und in der Nachbarschaft des Ohres, die über die Nervenbahnen und Muskelstränge weitergeleitet werden, Ohrenschmerzen auslösen: Unmittelbar an den äußeren Gehörgang grenzen das Kiefergelenk und eine Knochenstruktur, der sogenannte Warzenfortsatz, an. Auch die größte Kopfspeicheldrüse, die Ohrspeicheldrüse, befindet sich dort. Im Bereich des Ohrs verlaufen zudem wichtige Gesichtsnerven.

Eine Otitis externa tritt häufig nach dem Schwimmen oder Tauchen auf. Sie kann auch verletzungsbedingt sein (zum Beispiel durch unsachgemäße Ohrenreinigung mit Wattestäbchen) oder durch unverträgliche Kosmetika entstehen, die die empfindliche Haut des Gehörgangs reizen. Bei einer Otitis externa ist der äußere Gehörgang gerötet und geschwollen; das Ohr ist sehr berührungsempfindlich. Die Betroffenen klagen über Juckreiz und Schmerzen.