Weber-Weber biologische Arzneimittel
Wissen rund um das Außenohr, Mittelohr und Innenohr

Ohrenschmerzen – Wissen rund um's Ohr

Ohrensausen (Tinnitus)

Ohrensausen oder Tinnitus sind subjektiv wahrgenommene, wiederkehrende oder anhaltende Ohrgeräusche. Sie können einem Ohr, beiden Ohren oder keinem Ohr zuzuordnen sein. Häufig tritt begleitend eine Minderung des Hörvermögens oder Schwindel und Benommenheit auf. Manche Menschen können die rauschenden, pfeifenden oder klingenden Geräusche hören, werden aber in ihrem Alltag dadurch nicht weiter gestört (kompensierter Tinnitus). Andere Menschen erleben eine erhebliche Belastung, die mit der Zeit zu Isolation und sozialem Rückzug, Depressionen, Schlafstörungen und Angstzuständen führen kann (dekompensierter Tinnitus).

Sausen im Ohr, woher kommt es?

Die Ursachen von Ohrgeräuschen im Ohr sind vielfältig. Häufige Ursachen sind Mittelohrentzündung (Erguss in der Paukenhöhle, Tubenkatarrh), Lärmtrauma, Hörsturz, Blutdruckerkrankungen, Tumore oder sonstige Funktionsstörungen des Ohrapparates in Frage ebenso wie Verspannungen im Halswirbel- oder Schulterbereich und Fehlbelastungen. Außerdem kommen psychische Zustände wie starker Stress, extreme Belastungssituationen, Ängste, Übererregbarkeit und Depressionen als Auslöser in Frage. Oft kann keine organische Ursache für die Ohrgeräusche gefunden werden.

Aufgrund dieser Vielfältigkeit kann eine korrekte Diagnose und damit die Auswahl der richtigen Behandlung sehr schwierig sein, auch für Fachärzte. Bei der Diagnose wird zunächst der Hals-Nasen-Ohrenbereich genau untersucht und Vorerkrankungen werden erfragt. Dann werden Gleichgewichtssinn und Hörvermögen getestet. Weiterführende Untersuchungen können Blutuntersuchungen, audiometrische Messungen oder ein Tympanogramm sein. Damit ist die Liste nicht zu Ende. Viele weitere Diagnosemethoden sind in manchen Fällen nötig, um die Ursache korrekt einschätzen zu können.

Ohrensausen, was jetzt?

Sie haben Ohrensausen, was jetzt? In den meisten Fällen verschwindet das Geräusch nach einiger Zeit wieder, z.B. nach einem lauten Konzert. Auch wenn das Mittelohr infolge eines Sekretstaus und einer Schleimhautschwellung nicht richtig belüftet ist, können Ohrgeräusche auftreten. Eine naturheilkundliche Behandlung wirkt dabei entzündungshemmend, abschwellend und stärkt die natürlichen Selbstheilungskräfte.

Um die Ursache bei Ohrgeräuschen herauszufinden und korrekt zu behandeln, ist so bald wie möglich ein HNO-Arzt zu konsultieren. An erster Stelle der Therapie steht die Beseitigung der Ursache. In der akuten Phase des Tinnitus werden Infusionen, Cortison, gefäßerweiternde Medikamente und Medikamente zur Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes eingesetzt.

Begleitende Maßnahmen wie Verhaltenstherapien und Entspannungsübungen sind ebenfalls wichtige Therapiepfeiler. Alternative Verfahren wie Naturheilverfahren, Tai Chi, Yoga, Autogenes Training und Massagen können ebenfalls helfen. Die Behandlung von Ohrensausen klappt nicht immer auf Anhieb, dann kann Geduld auf der Suche nach der richtigen Behandlung nötig sein.

Notfall: Plötzliche Schwerhörigkeit mit Ohrgeräuschen

Achtung: Bei plötzlicher, meist einseitiger Schwerhörigkeit oder Taubheit, begleitet von plötzlichen Ohrgeräuschen muss sofort ein HNO-Arzt bzw. eine HNO-Klinik aufgesucht werden. Es handelt sich dabei um die typischen Symptome eines Hörsturzes (HNO-ärztlicher Notfall!)