Gehörgangsentzündung: Ursachen, Symptome & Hilfe
Ein plötzliches Ziehen im Ohr, hartnäckiges Jucken oder pochende Schmerzen – eine Gehörgangsentzündung macht sich oft deutlich bemerkbar. Besonders im Sommer, nach ausgiebigen Badeausflügen in See oder Pool, zählt sie zu den häufigsten Ohrenproblemen überhaupt. Doch was steckt dahinter, wie lange hält sie an – und was hilft?
In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige: von Ursachen und Symptomen über die verschiedenen Verlaufsformen bis hin zur Behandlung.
Symptome einer Gehörgangsentzündung
Die Symptome einer Gehörgangsentzündung sind in der Regel gut erkennbar. Die Entzündung betrifft den äußeren Gehörgang – den Bereich zwischen Ohrmuschel und Trommelfell – und äußert sich typischerweise durch:
Ohrenschmerzen – oft stechend oder pochend, die sich beim Berühren der Ohrmuschel oder beim Kauen verstärken
Juckreiz im Gehörgang
Rötung und Schwellung des Gehörgangs
Sekretaustritt – wässrig oder eitrig
Druckgefühl oder ein Gefühl, als wäre das Ohr zu oder Watte im Ohr
Gedämpftes Hören oder leichter Hörverlust durch die Schwellung des Gehörgangs
Anschwellen der Lymphknoten im Bereich vor oder hinter dem Ohr
Treten diese Beschwerden auf, solltest du ärztlichen Rat suchen. Besonders wenn Fieber hinzukommt, die Schmerzen sehr stark sind oder sich der Zustand innerhalb von 48 Stunden nicht verbessert, ist ein Arztbesuch dringend empfohlen.
Gehörgangsentzündung: Ursachen
Eine Gehörgangsentzündung wird durch Krankheitserreger ausgelöst, die in die Haut des Gehörgangs eindringen:
Bakterien – die häufigste Ursache. Meist verantwortlich sind Pseudomonas aeruginosa oder Staphylococcus aureus.
Pilze (Otomykose) – treten häufiger nach einer Antibiotika-Behandlung oder bei geschwächtem Immunsystem auf.
Viren – z. B. im Rahmen einer Grippe oder eines anderen Atemwegsinfekts.
Begünstigende Faktoren
Die natürliche Schutzbarriere des Gehörgangs kann durch verschiedene Faktoren gestört werden, wodurch Erreger leichter eindringen und eine Entzündung auslösen können:
Feuchtigkeit im Ohr – z. B. durch Baden, Schwimmen oder starkes Schwitzen. Wasser weicht das natürliche Ohrenschmalz auf und macht den Gehörgang anfälliger für Bakterien.
Verletzungen durch Kratzen oder den Einsatz von Wattestäbchen – sie beschädigen die empfindliche Haut im Gehörgang.
Hauterkrankungen wie Psoriasis oder Neurodermitis – sie können sich bis in den Gehörgang ausbreiten und die Hautbarriere schwächen.
Fremdkörper wie Hörgeräte oder In-Ear-Kopfhörer – sie üben Druck auf die Gehörgangshaut aus und können sie reizen.
Wusstest du? Das Ohrenschmalz (Cerumen) hat eine wichtige Schutzfunktion: Es hält den Gehörgang feucht, hat einen leicht sauren pH-Wert und hemmt dadurch das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Wer den Gehörgang zu intensiv reinigt, etwa mit Wattestäbchen, entfernt diesen natürlichen Schutz – und erhöht das Entzündungsrisiko.
Verschiedene Formen einer Gehörgangsentzündung
Nicht jede Gehörgangsentzündung verläuft gleich. Mediziner unterscheiden mehrere Formen, je nach Verlauf und Ursache.
Otitis externa diffusa
Die Otitis externa diffusa ist die häufigste Form der Gehörgangsentzündung. Sie betrifft den gesamten äußeren Gehörgang und wird meistens durch Bakterien – in erster Linie Pseudomonas aeruginosa – ausgelöst. Typische Risikofaktoren sind anhaltende Feuchtigkeit und mechanische Reizung. Die Entzündung äußert sich durch Rötung, Schwellung, Juckreiz und Schmerzen im gesamten Gehörgang.
Otitis externa circumscripta
Bei dieser Form handelt es sich um eine örtlich begrenzte, sogenannte umschriebene Entzündung, die häufig als Furunkel (Haarbalgentzündung) im Gehörgang auftritt. Hauptverursacher ist Staphylococcus aureus. Die Schmerzen können sehr stark sein, da die Haut im Gehörgang kaum Platz zum Anschwellen hat.
Otitis externa necroticans
Die Otitis externa necroticans – auch als maligne oder nekrotisierende Otitis externa bekannt – ist eine seltene, aber ernste Verlaufsform. Sie tritt vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf, etwa bei Diabetikern. Der Entzündungsprozess kann auf umliegendes Gewebe und Knochen übergreifen und erfordert sofortige medizinische Behandlung.
Grippeotitis
Die Grippeotitis entsteht im Zusammenhang mit einer Influenza-Infektion. Charakteristisch sind hämorrhagische Bläschen (blutgefüllte Blasen) auf dem Trommelfell und im äußeren Gehörgang. Sie gehen oft mit starken Ohrenschmerzen einher und klingen in der Regel mit der übergeordneten Grunderkrankung ab.
Ist eine Gehörgangsinfektion ansteckend?
Die Gehörgangsentzündung selbst ist nicht direkt ansteckend – von Mensch zu Mensch wird sie nicht einfach übertragen.
Die Ausnahme: eine durch Viren ausgelöste Gehörgangsentzündung (Grippeotitis). Hier können die Viren des zugrunde liegenden Atemwegsinfekts durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen weitergegeben werden. Daher sollte stets auf ausreichend Abstand geachtet werden, um die Übertragung des Grundinfekts zu vermeiden.
Wie lange dauert eine Gehörgangsentzündung?
Die Dauer hängt von der Form, dem Schweregrad und der Behandlung ab. Bei einer unkomplizierten, akuten Otitis externa ist mit einer Heilungsdauer von 7 bis 14 Tagen zu rechnen – vorausgesetzt, die Therapie wird konsequent durchgeführt und das Ohr wird nicht zusätzlich gereizt.
Bei einer unbehandelten oder wiederholt auftretenden Gehörgangsentzündung besteht die Gefahr, dass sie in eine chronische Form übergeht. Diese ist schwerer zu behandeln und kann mit dauerhaftem Juckreiz, trockener Haut im Gehörgang und wiederkehrenden Infektionen verbunden sein.
Wichtig: Tritt nach 48 Stunden keine Besserung ein oder verschlimmern sich die Symptome, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Wie kann ich einer Gehörgangsentzündung vorbeugen? (Hausmittel & Tipps)
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko einer Infektion deutlich reduzieren:
Ohren trocken halten: Nach dem Baden oder Schwimmen das Wasser vorsichtig aus dem Ohr laufen lassen und die Ohren sanft mit einem Tuch abtupfen – nicht reiben. Ein Haartrockner auf niedrigster Stufe mit ausreichend Abstand kann ebenfalls helfen.
Ohrstöpsel beim Schwimmen: Besonders nach einer überstandenen Entzündung schützen Ohrstöpsel vor erneutem Wassereintritt.
Keine Wattestäbchen verwenden: Sie drücken Ohrenschmalz tiefer in den Gehörgang und können die empfindliche Haut verletzen.
Nicht kratzen: Auch bei starkem Juckreiz gilt: Finger und Gegenstände nicht ins Ohr einführen.
Hörgeräte & Kopfhörer regelmäßig reinigen: Verschmutzte Geräte begünstigen die Keimübertragung.
Welches Medikament bei einer Gehörgangsentzündung?
Die Wahl des geeigneten Mittels hängt von der Ursache und dem Schweregrad ab. Häufig eingesetzte Optionen sind:
Antibiotische Ohrentropfen (z. B. mit Ciprofloxacin oder Neomycin) – bei bakterieller Infektion
Antimykotische Tropfen – bei einer Pilzinfektion des Gehörgangs
Kortikosteroid-haltige Ohrentropfen – zur Reduktion von Schwellung und Entzündung
Schmerzmedikamente (z. B. Ibuprofen oder Paracetamol) – zur Linderung der Ohrenschmerzen
Antiseptische Ohrentropfen – bei leichteren Verlaufsformen
Wichtig: Eine Behandlung mit Ohrentropfen sollte stets erst nach ärztlicher Abklärung erfolgen. Es muss sichergestellt sein, dass das Trommelfell intakt ist, bevor Tropfen in den Gehörgang gegeben werden.
Führt Wasser im Ohr zu einer Gehörgangsinfektion?
Ja – Wasser im Ohr ist einer der häufigsten Auslöser einer Gehörgangsentzündung, besonders in den Sommermonaten. Der Volksmund spricht treffend vom „Schwimmohr" oder „Badeotitis". Das Wasser – ob aus Freibad, See oder Meer – weicht die schützende Hornschicht des Gehörgangs auf und begünstigt das Wachstum von Bakterien, insbesondere Pseudomonas aeruginosa.
Auch gechlortes Hallenbadwasser bietet keinen vollständigen Schutz: Krankheitserreger können auch dort überleben und in der Folge eine Gehörgangsentzündung auslösen.
Tipps nach dem Schwimmen:
Kopf zur Seite neigen, damit das Wasser aus dem Ohr ablaufen kann
Ohren sanft mit einem Handtuch abtupfen
Antibiotika bei Gehörgangsinfektionen
Lokale Antibiotika in Form von Ohrentropfen sind bei einer bakteriellen Gehörgangsentzündung häufig das Mittel der Wahl – sie wirken gezielt am Ort der Infektion und belasten den Körper weniger als systemische Antibiotika. Systemische Antibiotika kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn die Entzündung auf umliegendes Gewebe übergegriffen hat oder mit lokalen Antibiotika keine ausreichende Besserung zu erzielen ist.
Tritt zusätzlich zur Gehörgangsentzündung eine Mittelohrentzündung auf, kann naturheilkundliche Unterstützung besonders sinnvoll sein.
Naturheilkundliches Arzneimittel bei akuter Mittelohrentzündung: Otovowen®
Als naturheilkundliche Unterstützung hat sich seit über 60 Jahren Otovowen® bewährt. Das homöopathische Arzneimittel auf pflanzlicher Basis kombiniert ausgewählte Heilpflanzen wie Schwarzen Holunder, Kamille und Roten Sonnenhut in Urtinkturen sowie homöopathischen Potenzen.
Otovowen® ist zugelassen zur Besserung der Beschwerden bei akuter Mittelohrentzündung und Schnupfen. Wer bei den ersten Anzeichen eines Atemwegsinfekts – etwa Schnupfen oder Halsschmerzen – früh ansetzt, kann den Verlauf naturheilkundlich unterstützen und einer Ausbreitung der Entzündung entgegenwirken.
Ein wesentlicher Vorteil: Otovowen® wird oral eingenommen – das schmerzende Ohr bleibt dabei unberührt.
Vorteile von Otovowen® auf einen Blick:
🌿 Bewährte Heilpflanzenkombination, u. a. aus Holunder, Kamille und Sonnenhut in Urtinkturen und homöopathischen Potenzen
🥄Orale Einnahme – das betroffene Ohr wird nicht berührt
⏱️ Einsatz bereits bei ersten Infektanzeichen (Schnupfen, Halsschmerzen) möglich
📊Positive Studie: Eine kontrollierte Vergleichsstudie1 bei Kindern mit akuter, unkomplizierter Mittelohrentzündung zeigte, dass unter naturheilkundlicher Behandlung mit Otovowen® 67 % weniger Kinder mit Antibiotika behandelt wurden.
Otovowen®. Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Besserung der Beschwerden bei akuter Mittelohrentzündung, Schnupfen. Enthält 18 mg Alkohol (Ethanol) pro 1 Tropfen. Packungsbeilage beachten. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.