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Badeotitis – Symptome, Ursachen & Hilfe

Wer kennt das nicht: Nach einem ausgiebigen Badetag fühlt sich das Ohr plötzlich „zu“ an, juckt oder schmerzt. Wasser im Ohr kommt in den Sommermonaten häufig vor. Meist klingt das unangenehme Gefühl schnell wieder ab – doch manchmal kann es auch zu Komplikationen führen. Denn anhaltende Feuchtigkeit im Gehörgang ist einer der häufigsten Risikofaktoren für die sogenannte Badeotitis, eine Entzündung des äußeren Gehörgangs.

Wann Wasser im Ohr gefährlich werden kann und was dir hilft – all das erfährst du hier.

Kurzinformationen: Infektion des Gehörgangs

Die Badeotitis – auch „Schwimmohr" oder „Schwimmbad-Otitis" genannt – ist eine Entzündung des äußeren Gehörgangs, also des Abschnitts zwischen Ohrmuschel und Trommelfell, bedingt durch Wasser im Gehörgang.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Hauptrisikofaktor: Anhaltende Feuchtigkeit im Gehörgang durch Schwimmen, Baden oder Tauchen

  •  Auslöser: Meist Bakterien (Pseudomonas aeruginosa, Staphylococcus aureus), seltener Pilze oder Viren

  • Betroffener Bereich: Äußerer Gehörgang – das Trommelfell ist in der Regel nicht beteiligt

  • Dauer: Bei Behandlung meist 7–14 Tage

  • Saisonalität: Besonders häufig im Sommer – daher auch der Begriff „Sommerohr"

 Behandlung: Ärztliche Abklärung empfohlen, oft lokale Ohrentropfen

Wasser im Ohr: Symptome von Schmerzen bis Juckreiz und Druck

Wasser im Ohr führt nicht automatisch zu einer Entzündung. Trotzdem solltest du die Warnsignale kennen. Die Beschwerden entwickeln sich typischerweise innerhalb weniger Stunden bis Tage nach dem Kontakt mit Wasser.

Typische Symptome einer Badeotitis:

  1. Juckreiz im Gehörgang – häufig das erste Zeichen

  2. Druckgefühl oder das Gefühl, das Ohr sei „zu"

  3. Berührungsempfindlichkeit – Schmerzen beim Ziehen an der Ohrmuschel oder beim Kauen

  4. Ohrenschmerzen – von leicht bis stark, oft pochend oder stechend

  5. Rötung und Schwellung des Gehörgangs

  6. Gedämpftes Hören durch die Schwellung der Gehörgangshaut

  7. Sekretaustritt – wässrig oder leicht eitrig

Klingen die Beschwerden nach 48 Stunden nicht ab oder nehmen sie zu, ist ein Arztbesuch dringend empfohlen.

Ist Wasser im Ohr gefährlich?

An sich ist Wasser im Ohr harmlos und läuft von selbst wieder heraus. Gefährlich wird es nur dann, wenn die Feuchtigkeit zu lange im Gehörgang verbleibt: Die Haut weicht auf, das schützende Ohrenschmalz wird fortgespült – und Bakterien, Viren oder Pilze können leichter eindringen und eine Entzündung verursachen.

Besonders heikel ist Wasser im Ohr bei:

  • Erkältungen oder bestehenden Ohrenproblemen – hier kann die Haut im Gehörgang bereits gereizt oder vorgeschädigt sein, sodass Feuchtigkeit das Entzündungsrisiko zusätzlich erhöht

  • Verletzungen im Gehörgang durch Kratzen oder Wattestäbchen

  • Häufigem Wasserkontakt ohne ausreichendes Trocknen des Ohres

Mittelohrentzündung durch Wasser im Ohr?

Eine Mittelohrentzündung (Otitis media) entsteht in der Regel nicht durch Wasser, das direkt ins Ohr gelangt – das Trommelfell schützt das Mittelohr zuverlässig. Allerdings kann ein Atemwegsinfekt über die Eustachische Röhre (Ohrtrompete) ins Mittelohr aufsteigen und dort eine Entzündung auslösen. Bei Verdacht auf eine Mittelohrentzündung sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Komplikationen durch Wasser im Ohr

Wasser im Ohr kann auf zwei Wegen zu ernsthaften Ohrenproblemen führen: Zum einen kann sich eine bestehende Gehörgangsentzündung (Badeotitis) nach innen ausbreiten und dabei auch das Trommelfell in Mitleidenschaft ziehen – auch ohne, dass dieses geschädigt oder perforiert ist. Zum anderen kann Wasser bei einem bereits vorgeschädigten oder gerissenen Trommelfell – etwa durch ein Barotrauma beim Tauchen – direkt ins Mittelohr eindringen und dort eine Mittelohrentzündung auslösen.

Besonders beim Tauchen besteht durch den Wasserdruck ein erhöhtes Risiko für eine solche Trommelfellschädigung: Gelingt der Druckausgleich nicht, wird das Trommelfell stark belastet und kann im schlimmsten Fall perforieren. Aus diesem Grund sollte man niemals mit Ohrenschmerzen oder einer bestehenden Erkältung tauchen gehen – denn dann ist der Druckausgleich zusätzlich erschwert, was das Verletzungsrisiko weiter erhöht.

Wasser aus dem Ohr entfernen – zur Vorbeugung einer Badeotitis

Nach dem Baden oder Schwimmen kann verbliebenes Wasser im Ohr die Entstehung einer Badeotitis begünstigen. Folgende Maßnahmen helfen, das Wasser zu entfernen, bevor es zu Beschwerden kommt:

  • Kopf neigen und Ohr abtupfen: Den Kopf zur Seite neigen, damit das Wasser ablaufen kann. Anschließend das Ohr sanft mit einem weichen, sauberen Handtuch abtupfen – nicht reiben.

  • Föhn auf niedrigster Stufe: Das Ohr aus ausreichendem Abstand sanft trockenföhnen. Nicht zu heiß und nicht zu nah am Ohr föhnen.

Wichtig: Zum Trocknen des Ohrs sollten keine Wattestäbchen in den Gehörgang eingeführt werden. Sie können die natürliche Schutzschicht des Gehörgangs beschädigen und so das Risiko einer Gehörgangsinfektion erhöhen.

Hausmittel bei bestehender Badeotitis

Bei bereits vorhandenen leichten Beschwerden können folgende Hausmittel die Symptome lindern und den Heilungsprozess unterstützen:

  • Zwiebelsäckchen: Ein klassisches Hausmittel bei Ohrenschmerzen. Ein leicht angewärmtes Zwiebelsäckchen auf das Ohr gelegt kann den Heilungsprozess unterstützen.

  • Wärme: Ein Kirschkernkissen oder sanfte Wärme auf dem Ohr kann das Wohlbefinden verbessern.

Viel trinken: Unterstützt den Körper allgemein bei der Genesung.

Welcher Arzt bei Gehörgangsentzündung?

Für Ohrenbeschwerden ist der Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) die erste Adresse. Alternativ kann auch ein Allgemeinarzt eine erste Einschätzung vornehmen.

Wann sofort zum Arzt?

  • Ohrenschmerzen halten länger als 48 Stunden an oder werden stärker

  • Fieber oder geschwollene Lymphknoten

  • Sekretaustritt aus dem Ohr

  • Deutlicher Hörverlust oder Schwindel

  • Schwellung der Ohrmuschel oder des umliegenden Gewebes

  • Ohrenschmerzen nach dem Tauchen mit Schwindel oder Ohrgeräuschen (Verdacht auf Barotrauma)

Der Arzt erfragt zunächst deine Krankengeschichte und fragt nach relevanten Begleitumständen – etwa ob du vorher im Schwimmbad warst oder getaucht hast. Teile diese Informationen aktiv mit, damit eine sichere Diagnose gestellt werden kann.

Wie kann ich Wasser im Ohr vorbeugen?

Mit einfachen Maßnahmen lässt sich verhindern, dass Wasser überhaupt ins Ohr gelangt bzw. im Ohr verbleibt:

  • ✅ Ohrstöpsel tragen: Beim Schwimmen oder Tauchen schützen Ohrstöpsel zuverlässig vor Wassereintritt – besonders wichtig bei bekannter Neigung zur Badeotitis.

  • ✅ Nach dem Baden sofort trocknen: Kopf neigen, Wasser ablaufen lassen, Ohren sanft abtupfen.

  • ✅ Föhn nutzen: Auf niedrigster Stufe und mit ausreichendem Abstand die Ohren trockenföhnen.

  • ✅ Mit Ohrenschmerzen nicht ins Wasser: Bei bestehenden Ohrbeschwerden auf Schwimmen oder Tauchen verzichten – die Haut im Gehörgang ist dann bereits gereizt oder vorgeschädigt, sodass eindringendes Wasser die Beschwerden verschlimmern oder die Heilung verzögern kann.

  • ✅Achtung, Salzwasser: Salzwasser entzieht der Gehörgangshaut Feuchtigkeit und spült die schützende Fettschicht aus – besonders für empfindliche Ohren ein Risiko.

Wie kann ich eine Entzündung des Gehörgangs vorbeugen?

Neben dem Schutz vor Wasser gibt es weitere Maßnahmen, um einer Gehörgangsentzündung aktiv vorzubeugen:

  • 🚫 Keine Wattestäbchen zur Ohrreinigung: Sie entfernen das schützende Ohrenschmalz und können die Gehörgangshaut verletzen. HNO-Ärzte raten klar davon ab.

  • 🧴 Ohrenschmalz nicht entfernen: Das Cerumen ist kein Schmutz – es schützt mit seinem leicht sauren pH-Wert vor Keimwachstum

  • 🎧 Kopfhörer und Hörgeräte regelmäßig reinigen: Verschmutzte Geräte begünstigen die Keimübertragung

  • 🏊 Taucherohrentropfen nach dem Tauchen: Bei bekannter Neigung zur Badeotitis empfehlen HNO-Ärzte spezielle Taucherohrentropfen zur Desinfektion. Diese werden prophylaktisch nach dem Wasserkontakt eingesetzt und dürfen nur bei intaktem Trommelfell angewendet werden.

  • 🤧 Erkältungen ernst nehmen: Auch mit einer leichten Erkältung nicht schwimmen oder tauchen gehen.

Badeotitis-Risiken beim Wassersport

Nicht alle Wasseraktivitäten sind gleich riskant für die Ohren. Besonders beim Tauchen und Schnorcheln ist das Risiko für eine Badeotitis erhöht – durch den langen Wasserkontakt.  

Hier gilt besondere Vorsicht:

  • Ist die Haut des Gehörgangs erst aufgeweicht, können sich Bakterien und Keime besonders leicht einnisten

  • Salzwasser ist für empfindliche Ohren besonders aggressiv: Es entzieht der Gehörgangshaut Feuchtigkeit und spült das schützende Ohrenschmalz aus

  • Gelingt der Druckausgleich nicht, droht ein Barotrauma – mit heftigen Ohrenschmerzen bis hin zu einem Trommelfellriss

So schützt du deine Ohren:

  1. Vor dem Tauchgang Druckausgleich testen: Tief einatmen, die Nase zuhalten und bei geschlossenem Mund kräftig ausatmen. Gelingt der Ausgleich nicht, lieber auf den Tauchgang verzichten.

  2. Nach dem Tauchen mit sauberem Süßwasser ausspülen: Salzwasser oder Keime aus dem Gehörgang entfernen – hierfür sauberes Leitungswasser verwenden.

  3. Ohren sanft trockentupfen: Kopf neigen, mit einem weichen Handtuch abtupfen.

  4. Keine Wattestäbchen zum Ohrtrocknen: Sie können die die Gehörgangshaut beschädigen und das Infektionsrisiko erhöhen.

🚫Niemals mit Ohrenschmerzen, Erkältung oder einer bestehenden Otitis tauchen gehen.

Badeotitis: Behandlung & Vorbeugung

Neben naturheilkundlichen Ansätzen gibt es weitere Möglichkeiten zur Behandlung und Vorbeugung der Badeotitis:

Ohrentropfen: Lokale Ohrentropfen können bei einer Badeotitis wirksam sein – aber nur, wenn das Trommelfell intakt ist. Da dies nur der Arzt feststellen kann, ist eine ärztliche Abklärung daher vor der Behandlung immer notwendig. Je nach Ursache kommen zum Einsatz:

  • Antibiotische Ohrentropfen (bei bakterieller Infektion)

  • Antimykotische Tropfen (bei Pilzbefall)

  • Kortikosteroidhaltige Tropfen (zur Reduktion von Schwellung)

  • Taucherohrentropfen (zur Prophylaxe nach dem Tauchen)

Weitere Medikamente: Bei Schmerzen können schmerzlindernde Mittel wie Ibuprofen oder Paracetamol eingesetzt werden. Antibiotika werden bei bakterieller Badeotitis meist lokal eingesetzt; systemische Antibiotika sind schweren oder ausgedehnten Verläufen vorbehalten.

Ohrenstöpsel: Zur Vorbeugung sind Ohrenstöpsel eine einfache und wirksame Schutzmaßnahme – sowohl beim Schwimmen als auch beim Tauchen.

Gut zu wissen: Steckt hinter den Ohrenschmerzen keine Badeotitis/Gehörgangsentzündung, sondern eine akute, unkomplizierte Mittelohrentzündung, so hat sich das naturheilkundliche Arzneimittel Otovowen® seit über 60 Jahren bewährt. Das homöopathische Arzneimittel auf pflanzlicher Basis kombiniert bewährte Heilpflanzen wie z. B.  Schwarzen Holunder, Kamille, Roten Sonnenhut und Kanadische Blutwurz – in Urtinkturen und homöopathischen Potenzen.

Ein entscheidender Vorteil: Otovowen® wird oral eingenommen – das schmerzende Ohr bleibt dabei unberührt.

Otovowen® kann bereits bei den ersten Anzeichen eines Infekts der oberen Luftwege eingesetzt werden – ein früher Therapiestart unterstützt den natürlichen Heilungsprozess.

Vorteile von Otovowen® auf einen Blick:

  • 🌿 Bewährte Heilpflanzenkombination, u. a. aus Holunder, Kamille, Sonnenhut und Blutwurz in Urtinkturen und homöopathischen Potenzen

  • 🥄 Orale Einnahme – das betroffene Ohr bleibt unberührt

  • ⏱️ Einsatz bereits bei ersten Infektanzeichen möglich

📊 Positive Studie: Eine kontrollierte Vergleichsstudie1 bei Kindern mit akuter, unkomplizierter Mittelohrentzündung zeigte, dass unter naturheilkundlicher Behandlung mit Otovowen® 67 % weniger Kinder mit Antibiotika behandelt wurden.

Mehr Informationen findest du unter: otovowen.de

Otovowen®. Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Besserung der Beschwerden bei akuter Mittelohrentzündung, Schnupfen. Enthält 18 mg Alkohol (Ethanol) pro 1 Tropfen. Packungsbeilage beachten. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

1
Wustrow Th: Naturheilkundliche Therapie der akuten Otitis media. Eine Alternative zum primären Antibiotikaeinsatz. HNO Bd. 53, Heft 8, 2005, Seite 728–734.

Frau Kolbeck

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