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Antibiotika gegen Mittelohrentzündung – macht das Sinn?

In der Therapie der akuten Mittelohrentzündung (Otitis media) wurde in den letzten Jahren ein Wandel vollzogen. Wurden früher bei einer Otitis media routinemäßig Antibiotika verordnet, ist ihr Einsatz bei unkomplizierten Mittelohrentzündungen heute sehr zurückhaltend. Warum ist das so? Und welche alternativen Behandlungswege gibt es?

Warum Antibiotika gegen Viren machtlos sind

In den menschlichen Körper können sowohl Bakterien als auch Viren eindringen – und ihn krank machen. Allerdings hören hier schon die Gemeinsamkeiten auf. Der biologische Unterschied zwischen den Erregertypen ist es auch, der entscheidend für deren Bekämpfung ist.

Bakterien sind einzellige Lebewesen und größer als Viren. Die Erreger verfügen über einen eigenen Stoffwechsel und können sich selbst durch Zellteilung vermehren. Antibiotika töten mehr oder weniger gezielt die Bakterien direkt ab oder verhindern deren Vermehrung, indem sie in den Stoffwechsel der Bakterien eingreifen.

Das ist eine wichtige Unterscheidung zu Viren. Diese sind keine eigenen Lebewesen und haben somit keinen eigenen Stoffwechsel, der den Antibiotika eine Angriffsfläche bieten könnte. Viren benötigen stattdessen einen Wirt (Mensch oder Tier) und befallen fremde Zellen, die sie überaus schnell zur Reproduktion neuer Viren zwingen.

Können Antibiotika bei Mittelohrentzündung helfen?

Die akute Mittelohrentzündung ist bei Kindern bis zum sechsten Lebensjahr derzeit noch einer der häufigsten Gründe, ein Antibiotikum zu verordnen. Und das trotz einer Studie, in der bei Kindern mit Mittelohrentzündung herausgefunden wurde, dass 86 Prozent der Patienten kein Antibiotikum benötigen. Der Grund: Die Otitis media wird in den meisten Fällen durch Viren ausgelöst, weshalb ein Antibiotika-Einsatz meistens nicht zweckmäßig ist. Bei Menschen mit intaktem Immunsystem ist selbst bei einer leichten akuten bakteriellen Infektion in der Regel keine Antibiotikatherapie notwendig.

Allerdings halten Ärzte bei folgenden Kindergruppen eine antibiotische Therapie für erforderlich:

  • Kinder jünger als sechs Monate
  • Kinder unter zwei Jahren mit beidseitiger akuter Mittelohrentzündung
  • Kinder mit spezifischen Risikofaktoren wie Down-Syndrom oder einem angeborenen oder erworbenen Immundefekt (Immundefizienz)

Von den Risikogruppen abgesehen, lassen sich die meisten Mittelohrentzündungen ohne Antibiotika lindern.

 

Die Gabe von Antibiotika bei Ohrenschmerzen will gut überlegt sein

Antibiotika zeigen gegen die viralen Verursacher der Entzündung nicht nur keine Wirkung, es gibt noch weitere Gründe, warum Ärzte und Eltern sie bei einer Mittelohrentzündung nicht leichtfertig verabreichen sollten:

Eine in der Fachzeitschrift Microbiology publizierte Studie1 zeigt, dass die Darmflora nach einer Antibiotika-Behandlung wesentlich länger braucht, um sich zu regenerieren, als bislang angenommen. Die Darmflora ist an der Abwehr von Krankheitserregern beteiligt und hat einen großen Einfluss auf das Immunsystem. Eine gesunde Darmflora ist somit ausschlaggebend für eine stabile Gesundheit des Kindes.

Je nach Antibiotikum können sich bereits nach einer siebentägigen Einnahme Resistenzen entwickeln.1 Das heißt, die Wirkung dieser Medikamente wird gemindert oder sogar neutralisiert. Übermäßige Antibiotika-Einnahme kann das Immunsystem schwächen und zu immer wiederkehrenden Krankheiten führen, die sich aufgrund von Resistenzen dann nicht mehr mit gängigen Antibiotika behandeln lassen.1 Vor diesem Hintergrund gewinnt ein wohlüberlegter Einsatz von Antibiotika bei einer Mittelohrentzündung erheblich an Bedeutung.

Selbst ein Arzt kann die Entscheidung für oder gegen Antibiotika bei Mittelohrentzündung nur nach einer detaillierten Diagnose treffen. Dazu müssen auch Vorerkrankungen und zum Beispiel Allergien erfasst werden.

Andere Länder machen es vor: Ohne Antibiotika gegen Mittelohrentzündung

In den Industrieländern variiert die Gabe von Antibiotika bei der Mittelohrentzündung zwischen 20 Prozent (Niederlande) und 98 Prozent (USA und Australien). Die Niederländer gehen also wesentlich selektiver mit dem Einsatz um.

Die gute Nachricht: In Ländern, in denen Antibiotika gegen eine Mittelohrentzündung zurückhaltender verschrieben werden, sind Komplikationen nicht häufiger zu beobachten. Innerhalb von Expertenkommissionen hat sich daher in den letzten Jahren ein Umdenkprozess hinsichtlich des Einsatzes von Antibiotika vollzogen. Die international anerkannte Methode des vorsichtigen Abwartens "watch and wait" spiegelt sich in den nationalen und internationalen Leitlinien für Kinderärzte wider. In dieser Phase wird die Heilung lediglich durch pflanzliche Mittel wie Otovowen® unterstützt, die das Immunsystem stärken und die Selbstheilungskräfte aktivieren sollen.

Natürlich gegen Ohrenschmerzen – mit Otovowen®

Bei einer klinischen Studie mit 385 Kindern zwischen ein und zehn Jahren, die an einer unkomplizierten Mittelohrentzündung litten, wurde festgestellt, dass bei sofortiger Gabe von Otovowen®, einem naturheilkundlichen Medikament auf pflanzlicher Basis, der Antibiotika-Bedarf um 67 Prozent gesenkt werden kann.

Bei naturheilkundlicher Therapiestrategie mit Otovowen® erhielten nur 14 Prozent der Kinder ein Antibiotikum im Gegensatz zu 81 Prozent in der konventionellen Therapie. Die mit Otovowen® behandelten Kinder benötigten weniger Schmerzmittel und die naturheilkundliche Therapie war deutlich besser verträglich.

Zur Studie

In den meisten Fällen heilt eine Mittelohrentzündung ohne Antibiotika ab. Die Einnahme von Otovowen® beschleunigt dabei diesen Prozess. Zu verdanken ist dies den enthaltenen Heilpflanzen, beispielsweise Eisenhut (Aconitum napellus) oder Kamille (Matricaria chamomilla), die zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden beitragen.

Die Heilpflanzen in Otovowen®

  1. Jernberg C et al: Long-term impacts of antibiotic exposure on the human intestinal microbiota. Microbiology 2010; 156:3216-23