Weber-Weber biologische Arzneimittel
Familie im Schwimmbad kämpft nach dem Schwimmen mit Wasser im Ohr.

Ohrenschmerzen – Wasser im Ohr

Wasser im Ohr – was tun?

Akute Ohrenschmerzen treten nicht nur im Winter auf. Im Gegenteil: Ohrenschmerzen in der Badesaison und nach dem Schwimmen sind ein häufiges Problem – bei Kindern und Erwachsenen. Typisch ist in der warmen Jahreszeit die schmerzhafte, sehr unangenehme Badeotitis (Schwimmbadotitis oder Otitis externa) nach ausgiebigem Schwimmen. Die empfindliche Haut des äußeren Gehörgangs weicht im Wasser auf und im Ohr verbleibt mehr Flüssigkeit als sonst.

Aber wie werden Sie das Wasser aus den Ohren wieder los und was ist bei Ohrenschmerzen nach dem Schwimmen zu tun?

Wasser aus den Ohren richtig entfernen

Um einer Gehörgangsentzündung vorzubeugen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, das Wasser aus den Ohren zu entfernen:

  • Reinigung vom HNO-Arzt durchführen lassen
  • Ohr mit mindestens 30 Zentimeter Abstand bei niedrigster Stufe föhnen
  • spezielle Ohrstöpsel, die die Flüssigkeit im Ohr aufsaugen
  • Ohr nach dem Baden mit sauberem Süßwasser spülen

Wer generell zu Ohrenentzündungen oder Ohrenschmerzen neigt, sollte je nach Wasserqualität die Ohren nach dem Schwimmen mit sauberem Süßwasser spülen. Danach empfiehlt es sich, den Kopf leicht zur Seite zu neigen, dabei zu hüpfen und anschließend das Ohr mit einem sauberen Handtuch trocken zu tupfen.

Wasser aus den Ohren richtig entfernen

Vor einem Urlaub kann der Gehörgang vom HNO-Arzt gereinigt werden. Dieser saugt überschüssiges Ohrenschmalz, auch Cerumen genannt, ab und spült die Ohren anschließend mit Wasser aus. Zu viel Ohrenschmalz sorgt dafür, dass das eingedrungene Wasser länger im Ohr verweilt und so womöglich eine Infektion begünstigt. Besonders bei Patienten, die eine gestörte Selbstreinigung des Gehörgangs aufweisen, kann der Besuch beim Arzt eine gute Vorsorgemöglichkeit bieten.

Ein Versuch, das Ohrenschmalz mit Wattestäbchen zu entfernen, sollte unterlassen werden. Sie schieben das vorhandene Cerumen lediglich tiefer in den Gehörgang, wo es sich vor dem Trommelfell absetzt. Dort kann es eintrocknen und einen unangenehmen Druck ausüben.

Achtung: Verzichten Sie generell auf die Benutzung von Wattestäbchen, da sie die Schutzschicht des Gehörgangs beschädigen und kleine Mikroverletzungen hervorrufen, die als Eintrittspforte für Keime dienen.

Badeotitis – Ohrenschmerzen nach dem Baden

Ist der natürliche Schutz der Ohren durch die verbliebene Flüssigkeit im Gehörgang aufgelöst, können eindringende Bakterien und Keime zu einer Entzündung führen. Die gängigste Form einer Außenohrentzündung ist die Otitis externa diffusa, bei der die äußere Haut des Gehörgangs entzündet ist. Diese Erkrankung trifft häufig Badeurlauber, Schwimmer und Taucher – daher wird sie auch gerne Schwimmbadotitis oder Badeotitis genannt.

Als erste Symptome machen sich Juckreiz und Berührungsempfindlichkeit bemerkbar. Diese können sich dann zu starken Schmerzen weiterentwickeln.

Weitere mögliche Symptome einer Badeotitis

  • Schmerzen nehmen beim Kauen und bei Luftzügen an der Ohrmuschel zu
  • Zuschwellen des Gehörgangs – Hörminderung
  • Ausfluss aus dem Ohr
  • Rötung des Gehörgangs

Um die Badeotitis möglichst schnell zu lindern, empfehlen sich Schmerzmittel und anschließend der Gang zum Arzt. Er untersucht seinen Patienten genau und kann neben einer umfassenden Behandlung auch die konkrete Diagnose in Angriff nehmen – denn oft wird die Schwimmbadotitis mit der klassischen Mittelohrentzündung verwechselt. Deren Symptome verlaufen in vielen Fällen ähnlich. Allerdings ermöglichen dem Experten Faktoren wie Fieber, Ohrgeräusche und Schwindel eine klare Abgrenzung der beiden Erkrankungen.