Weber-Weber biologische Arzneimittel

Ratgeber Mittelohrentzündung:
Hausmittel

Hausmittel bei Mittelohrentzündung

Bei einer Mittelohrentzündung (Otitis media) können Ruhe und viel Schlaf den Heilungsverlauf beschleunigen. Altbewährte Hausmittel wie Zwiebelsäckchen, Umschläge und viel Trinken helfen, die Beschwerden zu lindern.

Heilpflanzen

Heilpflanzen wie Roter Sonnenhut, Schwarzer Holunder, Kanadische Blutwurzel und Echte Kamille wirken entzündungshemmend, schmerzlindernd und stärken die natürlichen Selbstheilungskräfte. Schon bei den ersten Symptomen eingenommen, ist in der Regel bereits nach wenigen Stunden eine deutliche Besserung der Beschwerden zu beobachten.

Diese Heilpflanzen sind alle in dem homöopathischen Arzneimittel Otovowen enthalten.Otovowen Tropfen werden oral eingenommen – das schmerzende Ohr muss nicht berührt werden.

Heilpflanzen bei Mittelohrentzündung

Zwiebelsäckchen

Das Zwiebelsäckchen ist das bekannteste Hausmittel bei Ohrenschmerzen.

Die ätherischen Öle der Zwiebel wirken antibakteriell, stoffwechselanregend und schleimlösend. Zugedeckt entsteht Wärme und diese lindert den Schmerz. Das Päckchen kann auch kalt aufgelegt werden, wenn es dem Kranken angenehmer ist.

Rezept für ein Zwiebelsäckchen

Warme Umschläge

Auch ein angenehm gewärmtes Tuch, auf das betroffene Ohr gelegt, kann schon zur Schmerzlinderung beitragen. 

Vorsicht: Warme Umschläge können zu Verbrennungen führen, wenn sie zu heiß sind. Bitte prüfen Sie daher unbedingt die Temperatur, z.B. an Ihrer Wange, bevor Sie Ihrem Kind das Tuch auf das schmerzende Ohr legen.

Rotlichttherapie bei Mittelohrentzündung

Bei Mittelohrentzündungen wird der Bereich rund um das Ohr bestrahlt. Die Wärme dringt tiefer ein als bei warmen Umschlägen. Da es kleinen Kindern oft schwerfällt, längere Zeit still zu sitzen, ist eine Rotlichttherapie für sie noch nicht zu empfehlen. Sie könnten sich durch unbedachte Bewegungen schnell verbrennen. Bleiben Sie allerdings auch bei älteren Kindern bei der Bestrahlung dabei, um dies zu verhindern. Sollte Ihr Kind die Behandlung nicht vertragen und mit Anschwellen des bestrahlten Bereiches, Schmerz oder Rötung reagieren, brechen Sie die Rotlichtbestrahlung ab. Die Rotlichtbestrahlung sollte nicht länger als 10 – 15 Minuten dauern. Bei jüngeren Kindern können Sie mit einer Dauer von fünf Minuten beginnen und die Zeit der Anwendung bei Bedarf erhöhen. Verwenden Sie die Rotlichtlampe lieber zwei bis drei Mal täglich mit einer kürzeren Dauer, als gleich eine zu lange Bestrahlung. Besprechen Sie zuvor mit Ihrem Arzt, ob die Rotlichtanwendung für Ihr Kind und seine Beschwerden geeignet ist.

Fiebersenkende Wadenwickel

Wadenwickel sind ein altes Hausmittel, um Fieber zu senken. Sie sind leicht anzuwenden und die benötigten Utensilien in nahezu jedem Haushalt vorhanden. Außerdem wirken sie im Gegensatz zu fiebersenkenden Medikamenten schonender.

Rezept für Wadenwickel:

  • 2 kleine dünne Handtücher bzw. Leinen- oder Baumwolltücher
  • 2 größere Handtücher
  • wasserdichte Unterlage
  • Schüssel mit lauwarmem Wasser
  • Fieberthermometer

Hinweise zur Anwendung von Wadenwickeln: Bei kleinen Kindern sollte die Wassertemperatur höchstens 5 bis 10 °C unter der Körpertemperatur liegen. Kleinere Tücher in Wasser tauchen und leicht auswringen. Wickeln Sie locker um jede Wade eines der Tücher und darüber ein größeres, trockenes Tuch. Nach etwa fünf bis zehn Minuten, wenn sich die Wickel erwärmt haben, erneuern Sie die kleineren Tücher mit frischem Wasser. Nach zwei bis drei Wiederholungen messen Sie noch einmal Fieber. Bei kleineren Kindern genügen oft schon eine oder zwei Anwendungen, um das Fieber spürbar zu senken. Da die Körpertemperatur während der Behandlung maximal um ein Grad Celsius absinken soll, messen Sie bei den Kleinen auch zwischendurch das Fieber, damit sie nicht zu sehr auskühlen.

Wichtig: Wenn der Kranke trotz Fieber kalte Füße hat oder friert, dürfen Sie keine Wadenwickel anwenden! Kalte Füße sind ein Hinweis, dass das Fieber noch steigt. Wenden Sie Wadenwickel immer erst an, wenn alle Gliedmaßen warm sind. Dann hat das Fieber seinen endgültigen Stand erreicht.