Otitis media  

„Watch-and-wait-Strategie” – weniger Antibiotika bei abwartender Therapie 

Bei Kindern ohne besondere Risikofaktoren hat sich bei einer unkomplizierten Otitis media die evidenzbasierte „Watch-and-wait”-Therapie bewährt. Bei engmaschiger Verlaufskontrolle wird primär im Sinne der Nutzen-Risiko-Abwägung auf eine antibiotische Therapie verzichtet.1 

Da die akute Otitis media mehrheitlich durch Viren ausgelöst wird, stellt die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft fest: „Der routinemäßige Einsatz von Antibiotika ist bei akuter Otitis media nicht zweckmäßig.”2 

Eine 2010 in Microbiology publizierte Übersichtsarbeit zeigt, dass die Darmflora nach einer Antibiotika-Behandlung wesentlich länger braucht, um sich zu regenerieren, als bislang angenommen. Schon nach einer siebentägigen Antibiotika-Einnahme sind Resistenzgene in der Darmflora für zwei Jahre nachweisbar. Vor diesem Hintergrund gewinnt ein restriktiver Antibiotika- Einsatz weiter an Bedeutung.3 

Otitis media - Differenzialdiagnose  

Besonders kleine Kinder leiden häufig unter einer akuten Otitis media, oft im Zusammenhang mit Atemwegsinfekten. Die Mehrzahl der Fälle verläuft unproblematisch.  

Unkomplizierte Otitis media

Akute Otitis media

  • Trommelfellrötung 

  • Einseitige Ohrenschmerzen, Druckgefühl im Ohr 

  • Fieber 

  • Hörbeeinträchtigung 

  • Gutes stabiles Allgemeinbefinden 

  • Ohne Perforation 

  • Ohne Eiter  

Komplizierte Otitis media  

Purulente akute Otitis media mit Sekretion

  • Trommelfellrötung, starker Erguss hinter dem Trommelfell 

  • Allgemeinbefinden erheblich beeinträchtigt 

  • Septische Temperatur 

  • Eiterbildung 

  • Ständiger Ausfluss aus dem Ohr 

  • Mastoidale Zeichen 

Otovowen. Zusammensetzung: Wirkstoffe: 10 ml enthalten: Aconitum napellus Dil. D6 0,075 ml; Capsicum annuum Dil. D4 0,075 ml; Chamomilla recutita Ø 0,225 ml; Echinacea purpurea Ø 0,75 ml; Hydrargyrum bicyanatum Dil. D6 0,075 ml; Hydrastis canadensis Dil. D4 0,075 ml; Iodum Dil. D4 0,075 ml; Natrium tetraboracicum Dil. D4 0,075 ml; Sambucus nigra Ø 0,225 ml; Sanguinaria canadensis Ø 0,075 ml. Sonstiger Bestandteil: Ethanol 43 % (m/m). 1 ml entspricht 27 Trpf. Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich v. den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehört. Besserung d. Beschwerden b. Mittelohrentzündung, Schnupfen. Gegenanzeigen: ÜberempfindlIchkeit gegen einen der Wirk- od. Hilfsstoffe od. gegen Korbblütler. Aus grundsätzlichen Erwägungen darf Otovowen nicht angewendet werden bei fortschreitenden Systemerkrankungen wie Tuberkulose, Leukämie u. Leukämie-ähnlichen Erkrankungen entzündlichen Erkrankungen des Bindegewebes (Kollagenosen), Autoimmunerkrankungen, Multipler Sklerose, AIDS-Erkrankung, HIV-Infektion oder anderen chronischen Viruserkrankungen. Nebenwirkungen: In Einzelfällen können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Für Arzneimittel mit Zubereitungen aus Sonnenhut wurden Hautausschlag, Juckreiz, selten Gesichtsschwellung, Atemnot, Schwindel und Blutdruckabfall beobachtet. In diesem Fall sollten Sie das Arzneimittel absetzen und Ihren Arzt befragen. Hinweis: Bei der Anwendung eines homöopathischen Arzneimittels können sich die vorhandenen Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung). In diesem Fall sollten Sie das Arzneimittel absetzen und Ihren Arzt befragen. Meldung von Nebenwirkungen: Wenn Sie Nebenwirkungen. bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses AMs zur Verfügung gestellt werden. Hinweis: Dieses Arzneimittel enthält 53 Vol.-% Alkohol. 

1
Basler D, Forster J: Was ist die Evidenz-basierte Therapie der akuten Otitis media? Monatsschr Kinderheilkunde 2008,156: 540-544
2
Therapieempfehlungen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft 2002
3
Jernberg C et al: Longterm impacts of antibiotic exposure on the human intestinal microbiota. Microbiology 2010; 156:3216

Frau Kolbeck

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