Otovowen
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Weber-Weber biologische Arzneimittel
Taucherin zeigt mit Finger ans Ohr weil sie Ohrenschmerzen beim Tauchen hat

Tauchen Ohrenschmerzen

Bei vielen Wassersportarten wie Tauchen, aber auch Schnorcheln und Surfen können Ohrinfektionen auftreten und sind gerade in den Sommermonaten keine Seltenheit. Ohrenschmerzen, die beim Tauchen auftreten, können verschiedene Ursachen haben. Vor allem kann sich durch den längeren Aufenthalt im Wasser oder durch unsauberes Wasser eine Reizung des äußeren Gehörgangs (Badeotitis, Otitis externa) entwickeln. Ist die Haut des Gehörgangs erst einmal aufgeweicht, können sich Bakterien und andere Keime leicht einnisten (siehe auch Baden Ohrenschmerzen). Besonders Salzwasser ist ungünstig für empfindliche Ohren, da es einerseits der Gehörgangshaut Feuchtigkeit entzieht und andererseits die schützende Fettschicht des Gehörgangs ausspült. Im weiteren Verlauf kann sich eine Entzündung des Gehörgangs entwickeln, die mit Schmerzen, Juckreiz, Druckgefühl und Schwellung der Gehörgangshaut einhergeht. Das Ziehen am Ohrläppchen oder das Drücken auf den kleinen Knorpel vor dem Ohr (Tragus) verschlimmert die Beschwerden.

Eine Badeotitis kann von selbst abklingen, muss aber auch oft ärztlich behandelt werden, etwa antibiotisch oder mit cortisonhaltige Salben. Als erste Hilfe kommen Arzneimittel auf pflanzlicher Basis in Frage, die entzündungs- und schmerzlindernde Eigenschaften besitzen.
HNO-Ärzte empfehlen, vor dem Urlaub den Gehörgang von Cerumen reinigen zu lassen, denn durch ein Zuviel an Ohrenschmalz verbleibt das Wasser länger im Ohr.

Vor jedem Tauchgang wird die Funktion der Eustachischen Röhre (Druckausgleich) geprüft. Dazu bei zugehaltener Nase und geschlossenem Mund kraftvoll ausatmen, das erhöht den Druck im Nasen-Rachenraum und öffnet die Eustachische Röhre. Wenn die Belüftung nicht gelingt und die Ohrtrompete nicht ausreichend offen ist, kann kein ausreichender Druckausgleich mit der Außenwelt stattfinden. Dann sollte der Tauchgang verschoben werden, ebenso bei bestehenden Ohrenbeschwerden oder einer starken Erkältung, die die Tubenfunktion beeinträchtigt. Denn ohne den Druckausgleich käme es beim Tauchen schon in geringen Tiefen zu heftigen Ohrenschmerzen, mit der Gefahr einer Trommelfellperforation.
Auch wer Medikamente einnimmt, sollte vorher prüfen, ob sie keine Kontraindikation für das Tauchen darstellen.

Ohrenschmerzen können auch durch fehlenden Druckausgleich hervorgerufen werden, etwa bei zu raschem Abtauchen bei Tauchgängen.

Ohrenpflege für Taucher

Spülen Sie die Ohren nach jedem Tauchgang mit sauberem Süßwasser. Je nach Reiseland sollte man dafür sogar Wasser aus Flaschen verwenden, das Trinkwasserqualität hat.
Generell keine Wattestäbchen benutzen, da sie die schützende Schutzschicht des Gehörgangs beschädigen und Mikrotraumen, d.h. Verletzungen der Gehörgangshaut, hervorrufen können.
Es ist normal, dass nach dem Tauchen etwas Wasser im Gehörgang zurückbleibt, es sollte aber schnell entfernt werden. Dabei den Kopf seitlich neigen und mit einem weichen, sauberen Handtuch das Ohr sanft trockentupfen.

Bei Neigung zu Otitis externa durch Tauchen empfehlen einige HNO-Ärzte spezielle Taucherohrentropfen (in der Apotheke, z.B. Mischung aus Glycerin und Alkohol, sogenannte Heidelberger Ohrentropfen oder Fertigpräparate) zur Desinfektion und Prophylaxe. Sie dürfen nur bei intaktem Trommelfell angewendet werden.