Otovowen
Otovowen
Weber-Weber biologische Arzneimittel

Mittelohrentzündung (Otitis media)

Bei einer Mittelohrentzündung, von Ärzten auch als Otitis media bezeichnet, sind die Schleimhäute des Mittelohrs entzündet.

Von außen ist das Mittelohr nicht einsehbar, es beginnt hinter dem Trommelfell, einer dünnen Membran. In der sogenannten Paukenhöhle, dem knöchernen Hohlraum des Mittelohrs, befinden sich die drei Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel. Der Arzt kann mit einem Otoskop den Zustand des Trommelfells, ob etwa rot entzündet oder reizlos, erkennen. Staut sich hinterm Trommelfell Flüssigkeit, ist das mit sehr unangenehmen Schmerzen verbunden.

Die Mittelohrentzündung – ein Dauerbrenner bei Kindern

Eine akute Mittelohrentzündung (Otitis media acuta) gehört zu den häufigsten Krankheiten im Kindesalter. Sie trifft vor allem die Jüngsten im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren. Bis zum 3. Lebensjahr sind 75% – 95% der Kinder mindestens einmal daran erkrankt, 30% der Kinder haben im selben Zeitraum sogar drei Mittelohrentzündungen erlitten.

Grund für die häufigen Ohrinfektionen bei Kindern ist die noch kurze Ohrtrompete (Eustachische Röhre). Wenn die Schleimhäute im Nasen-Rachenraum anschwellen, dann bleibt auch das Mittelohr nicht verschont. Im gesunden Zustand strömt mit jedem Atemzug auch Luft durch die Ohrtrompete ins Mittelohr, doch bei einer Erkältung oder Schnupfen ist die Belüftung unzureichend, Flüssigkeit kann nicht abfließen und Krankheitskeime haben es leicht, sich zu vermehren.

Mittelohrentzündung beim Kind

Erste Hilfe bei Mittelohrentzündung

Als erste Hilfe, bevor man einen Arzt aufsuchen kann, ist eine natürliche Behandlung der Mittelohrentzündung sinnvoll, die entzündungshemmend wirkt und die körpereigenen Abwehrkräfte stärkt.
Erfahrungsgemäß kommt es darunter sogar seltener zu Rückfällen, denn was der Organismus aus eigener Kraft bewältigt, kehrt nicht so schnell zurück.

Wann auf jeden Fall zum Arzt?

  • Das Kind ist jünger als 2 Jahre
  • Bei Auftreten von Fieber
  • Nach 48 Stunden tritt keine deutliche Besserung ein
  • Beidseitige Ohrenschmerzen, Ausfluss aus dem Ohr

Auslöser für Ohrenschmerzen

Hinter Ohrenschmerzen steckt vor allem bei Kindern häufig eine Mittelohrentzündung.
Der Begriff Ohrenschmerzen wird oft vieldeutig benutzt. Die häufigsten Ursachen von Ohrenschmerzen sind die akute Mittelohrentzündung (Otitis media acuta) und Entzündungen des äußeren Gehörgangs (Otitis externa). Ebenso können Entzündungen in der Nachbarschaft des Ohres, über die Nervenbahnen und Muskelstränge weitergeleitet, Ohrenschmerzen auslösen: Unmittelbar an den äußeren Gehörgang grenzen das Kiefergelenk und eine Knochenstruktur, der sogenannte Warzenfortsatz an. Auch die größte Kopfspeicheldrüse, die Ohrspeicheldrüse, befindet sich dort. Im Bereich des Ohrs verlaufen zudem wichtige Gesichtsnerven.

So äußert sich eine Mittelohrentzündung: Die Mittelohrentzündung setzt meist plötzlich ein und kann heftige Schmerzen hervorrufen. Kleinere Kinder fassen sich oft an das betroffene Ohr oder drehen den Kopf unruhig hin und her.

Ursachen von Ohrenschmerzen

Von der täglichen Reinigung des Ohres mit Wattestäbchen raten HNO-Ärzte ab, weil damit die Schutzschicht im Gehörgang zerstört werden kann. Besser ist es, die Ohren mit einem Handtuch abzutrocknen oder mit einem Föhn sanft zu trocknen (nicht zu heiß und nicht zu nah am Ohr).
Falls doch Schmerzen auftreten: Bis die Entzündung vollständig ausgeheilt ist, darf kein Wasser ans Ohr. Eine Gehörgangsentzündung kann auch durch Kontaktallergien (Haarshampoo, Färbemittel, Kosmetika) entstehen.

Hausmittel bei Mittelohrentzündung

Bei einer Mittelohrentzündung (Otitis media) können Ruhe und viel Schlaf den Heilungsverlauf beschleunigen. Altbewährte Hausmittel wie Zwiebelsäckchen, Umschläge und viel Trinken helfen, die Beschwerden zu lindern. Das Zwiebelsäckchen ist das bekannteste Hausmittel bei Ohrenschmerzen. Die ätherischen Öle der Zwiebel wirken antibakteriell, stoffwechselanregend und schleimlösend.

Heilpflanzen wie Roter Sonnenhut, Schwarzer Holunder, Kanadische Blutwurzel und Echte Kamille wirken entzündungshemmend, schmerzlindernd und stärken die natürlichen Selbstheilungskräfte. Diese Heilpflanzen sind alle in dem homöopathischen Arzneimittel Otovowen enthalten.

Heilpflanzen bei Mittelohrentzündung

Anatomie des Mittelohrs

Als Mittelohr bezeichnet man den Abschnitt zwischen dem Trommelfell und dem Innenohr. Die dünne Membran dient als Abgrenzung zum äußeren Gehörgang. Die Paukenhöhle, der knöcherne Hohlraum des Mittelohrs, beherbergt die drei Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel. Diese winzigen Knochen leiten Schallwellen zum Innenohr weiter.

Über die Ohrtrompete (Eustachische Röhre) ist das Mittelohr mit dem Nasen-Rachen-Raum verbunden. Die Ohrtrompete sorgt für die Belüftung des Mittelohres. Über diese Röhre findet der Druckausgleich zwischen Mittelohr und Außenluft statt.

Erst der Schnupfen …

Eine Mittelohrentzündung bzw. die damit verbundenen Ohrenschmerzen treten häufig im Zuge eines akuten Infekts der oberen Atemwege auf, wie beispielsweise Schnupfen oder Nebenhöhlenentzündung. Über die Ohrtrompete, die den Nasen-Rachenraum und das Ohr verbindet, können Keime leicht aufsteigen. Weil die Ohrtrompete bei kleineren Kindern noch vergleichsweise kurz ist, sind sie besonders anfällig für Ohrinfektionen. Aber auch größere Kinder und Erwachsene können eine akute Mittelohrentzündung bekommen.

Ist die Ohrtrompete bei einem akuten Atemwegsinfekt verstopft oder zugeschwollen, kommt es zu einem Stau im Mittelohr, weil der Abfluss gestört ist. Keime können sich dann leicht in der Paukenhöhle einnisten, in dem schlecht belüfteten Umfeld schnell vermehren und Entzündungen hervorrufen.

Antibiotika bei Mittelohrentzündung

Wenn ein Kind krank ist, leiden die Eltern mit. Sechs bis acht Infektionen beim Kind pro Jahr gelten als normal. Die meisten Erkältungskrankheiten gehen mit viel Zuwendung und Liebe, Ruhe und Hausmitteln ohne Komplikationen vorüber. Zu den häufigsten entzündlichen Erkrankungen im Säuglings- und Kleinkindalter gehört die akute Mittelohrentzündung (akute Otitis media).

Gleichzeitig ist die Mittelohrentzündung der dritthäufigste Grund für den Einsatz von Antibiotika in diesem Alter, obwohl bis zu 93 % der akuten Otitiden durch Viren verursacht werden. Bei der Entscheidung, ob zunächst eine abwartende, beobachtende Therapie (Wait and see) oder eine sofortige antibiotische Therapie sinnvoll ist, spielen das Alter des Kindes und die Ausprägung der Symptome eine wesentliche Rolle.

Der Begriff „Antibiotikum“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „gegen das Leben”, das heißt, Antibiotika sind gegen einzellige lebensfähige Organismen gerichtet, wie es die Bakterien sind. Grundsätzlich wirken Antibiotika nur gegen Bakterien, gegen Viren können sie nichts ausrichten. Deshalb ist nicht bei jeder Infektion ein Antibiotikum sinnvoll. Als Antibiotikum der ersten Wahl bei einer akuten bakteriellen Mittelohrentzündung gilt Amoxicillin.

Bei folgenden Kindergruppen halten Ärzte eine antibiotische Therapie für erforderlich:

  • Kinder jünger als sechs Monate.
  • Kinder unter zwei Jahren mit beidseitiger akuter Mittelohrentzündung.
  • Kinder mit spezifischen Risikofaktoren wie Down-Syndrom oder einem angeborenen oder erworbenen Immundefekt (Immundefizienz).

Warum tut eine Mittelohrentzündung so weh?

Unsere Ohren sind besonders empfindsam, da die feine Haut, die Knochen und Knorpel umgibt, von zahlreichen Nerven durchzogen ist. Ohrerkrankungen können daher schmerzhafte Beschwerden hervorrufen. Typische Symptome von Mittelohrentzündung sind heftige, pulsierende Schmerzen, die plötzlich einsetzen, häufig abends oder nachts. Die Betroffenen fühlen sich krank und schwach, hören schwer.

Säuglinge und kleine Kinder zeigen oft unspezifische Beschwerden wie Fieber, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit oder Durchfall. Da sie ihre Beschwerden noch nicht richtig artikulieren können, sind kleine Kinder oft sehr unruhig und greifen sich an das schmerzende Ohr. Erkrankte Kinder klagen oft über starke Ohrenschmerzen und Hörprobleme. Säuglinge und kleine Kinder reiben sich am Ohr, weinen viel und wirken schwach und kränklich.

Komplikationen bei Mittelohrentzündung

Aufgrund der modernen Diagnose- und Behandlungsmethoden sind schwere Komplikationen bei einer akuten Mittelohrentzündung (akute Otitis media) sehr selten geworden. Mögliche Komplikationen sind:

  • Paukenerguss (Flüssigkeitsansammlung hinter dem Trommelfell)
  • Mastoiditis (Entzündung des Warzenfortsatzes); sehr selten

Informationen zum Vorgehen bei einem Paukenerguss (z.B.: Trommelfellschnitt
oder Paukenröhrchen) oder Mastoiditis und weiteren geeigneten Maßnahmen erhalten Sie im Artikel:

Komplikationen bei Mittelohrentzündung